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WINGAS: Gasstreit mit Ukraine bleibt "Dauerbrenner"



WINGAS-Chef Gerhard König (Mitte)
Buenos Aires (dpa) - Der deutsch-russische Energieversorger WINGAS rechnet weiter mit Problemen beim Transport russischen Gases durch die Ukraine. «Das ist ein Dauerbrenner. Der Konflikt kann jederzeit wieder aufbrechen», sagte WINGAS-Chef Gerhard König am Donnerstag auf der Weltgaskonferenz in Buenos Aires. «Das ist von Monat zu Monat eine neue Zitterpartie. Wir wissen diese Woche nicht, ob die Pipeline nicht die nächste Woche schon wieder dicht ist.» Im Streit um angebliche Zahlungsrückstände mit der Ukraine hatte der russische Monopolist Gazprom die Gaslieferung nach Westeuropa durch die auch in der Ukraine liegende Pipeline mehrfach unterbrochen. Die Kasseler Wingas ist ein Unternehmen der Gazprom und der BASF-Tochter Wintershall.
 
«Bei der Ukraine gibt es keine Sicherheit wie bei den anderen Transitländern», sagte König. Momentan sei nichts über Konflikte zwischen Moskau und Kiew bekannt, doch die finanzielle Situation der Ukraine sei angespannt. Deutsche Verbraucher müssten sich aber nicht sorgen: «Wir sind vorbereitet und haben unsere Speicherkapazitäten deutlich erhöht. Wenn morgen kein Gas mehr käme, würden die Wohnungen in Deutschland trotzdem warm bleiben», sagte König. Endgültige Energiesicherheit würden aber erst die geplanten Pipelines Nordstream und Southstream bieten. «Deshalb forcieren wir unsere Bemühungen. In zwei Jahren soll das erste Gas auf der Nord-, und spätestens 2015 auch auf der Südroute fließen», sagte König.
 
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