Erdgas-Pipeline durch den Kessel von HalbeOPAL-Trasse wird nach Kriegstoten abgesucht/Volksbund und WINGAS-Gruppe arbeiten zusammen
„Für uns ist die Verlegung der Erdgasleitung auch eine Chance, möglicherweise zahlreiche Gebeine russischer und deutscher Kriegsopfer bergen zu können. Sofern wir Hinweise zur Identifizierung finden, werden wir damit auch persönliche Schicksale klären“, sagt Reinhard Führer, Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Deshalb hat der Volksbund eine Vereinbarung mit der WINGAS-Gruppe getroffen, die die Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung (OPAL) betreibt. Seit Anfang Januar halten sich mehrere Umbettungs-Fachleute des Volksbundes auf Abruf bereit. Sobald die Munitionsbergungstrupps auf der 36 Meter breiten Trasse Hinweise auf menschliche Skelette finden, verständigen sie die Umbetter, damit sie die Gebeine bergen können. Dafür werden die Erdarbeiten unterbrochen. Handelt es sich um Kriegsopfer, überführen sie die Toten zu den Kriegsgräberstätten in Lietzen, Halbe oder Spremberg, wo sie ihre letzte Ruhestätte erhalten. Der Einsatz der Volksbund-Mitarbeiter wird von WINGAS unterstützt. Die Inbetriebnahme der Erdgasleitung OPAL ist für den Herbst 2011 geplant. |
21. Januar 2010Kontakt:
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