WINGAS
 
Suche


Unternehmen
Handel
Netz
Transport
Speicherung
Karriere
Presse
Infothek
Engagement
Lieferanten

Maxim Matveev: Der „russische Brad Pitt“ zu Gast in Kassel



Maxim Matveev
Russisches Filmfestival in Kassel startet mit Blockbuster „Stilyagi“

Kassel. Volle Kinosäle, zahlreiche Titelstorys in allen Medien und allerorten kreischende Fans: Das russische Erfolgsmusical „Stilyagi“ („The
Hipster“) brach in Russland alle Kinorekorde und sorgte für wochenlange Ausnahmezustände an den Kinokassen. Erzählt wird die Geschichte des jungen Kommunisten Mels, der im Moskau der 50er-Jahre auf Stilyagis trifft, die – wie zehn Jahre später die 68er in Deutschland – gegen das Establishment in ihrem Land rebellieren. Die Stilyagis kämpfen für das Recht, nicht so zu sein wie alle, sie hören andere Musik, kleiden sich anders, tanzen anders – und lieben anders. Als sich Mels in die schöne Polly verliebt, will er auch Teil dieser aufregenden Welt werden. Eine Welt, die allerdings auch ihre eigenen Gefahren birgt…

Regisseur Valerij Todorowskij initiierte den Aufprall zweier Kulturen als buntes, mitreißendes Musical mit Hits der 70er und 80er Jahre. Das russische Filmfest „Russland. Kino. Kassel.“ startet am Freitagabend um 20 Uhr mit einer exklusiven Filmvorführung von „Stilyagi“ für alle Mitarbeiter der Wintershall und WINGAS. Zu Gast an diesem Abend wird Hauptdarsteller Maxim Matveev sein.

Seine Rolle als Diplomatensohn Fred, der an einer elitären Universität studiert und gleichzeitig die Gruppe der Stilyagis anführt, machte Matveev zum Kinostar. Von allen Protagonisten des Films vollführt Matveev als Fred die größte Wandlung – am Ende des Films ist er ebenso angepasst wie sein Vater. Der Reaktion der weiblichen Fans verdankt er nicht nur seine Bedeutung als einer der aktuellen Publikumsmagnete des russischen Kinos. Seit der Rolle in Stilyagi trägt er in der Presse den Beinamen „der russische Brad Pitt“ – was nicht nur seinem Aussehen geschuldet ist.

Nach dem Film wird Maxim Matveev mit Dr. Hans-Joachim Schlegel, einer der profiliertesten Kenner des russischen Kinos (unter anderem Mitglied der European Film Academy) über seine Filmrolle, das Erbe der Stilyagis, die Bedeutung des russischen Kinos im eigenen Land und das Interesse des Auslandes an russischen Produktionen diskutieren. Geboren wurde Matveev
1982 in Swetly, Kaliningrad. Seine Schauspielausbildung absolvierte er am Staatlichen Konservatorium Sobinov in Saratov und an der renommierten Akademie des Tschechow-Kunsttheaters in Moskau (MchAT), eine der ältesten Bühnen Russlands. Seit 2006 gehört Matveev zum festen Ensemble des MchAT und spielte u.a. tragende Rollen in Tschechows „Ivanov“, Shakespeares „King Lear“ und Oscar Wildes „Ein idealer Gatte“.

„Stilyagi“ nannte man die Anhänger einer Subkultur in der Sowjetunion, die von den späten 1940er-Jahren bis zu den frühen 1960er-Jahren in der UdSSR für Wirbel sorgten. Optisch fielen sie durch ihre bunte und westliche Kleidung auf, die damals als unschicklich galt und einen optischen Gegensatz zum kommunistischen Alltagsgrau darstellte. Darüber hinaus erregten sie durch ihre unpolitische Haltung und ihre Missachtung der sowjetischen Moral die Gemüter der Nation. Auch ihre offene Begeisterung für den westlichen – insbesondere für den amerikanischen – Lifestyle war ein Kennzeichen ihrer Ideologie. Mitte der 1950er-Jahre wurden viele Stilyagi verhaftet, die illegal Jazz- oder Rock ’n’ Roll-Platten an- oder verkauften. Sie wurden zumeist zu einer drei- bis fünf-jährigen Haftstrafe in einem Arbeitslager verurteilt. Heute betrachtet man die Stiljagi als Teil der russischen Sozialentwicklung, die den Weg bereitete für andere Nonkonformisten wie z.B. Hippies oder Punks.


Russisches Filmfest in Kassel



Erste russische Walt Disney-Produktion feiert in Kassel Premiere / Von Thriller bis Komödie: 13 Filme zeigen breites Bild des Landes weiter

Programm



Ein Teil der Filme wird im russischen Original mit deutschen oder englischen Untertiteln gezeigt. Das vollständige Programm finden Sie im Internet unter
www.wingas-filmfest.de

Tickets



Eintrittskarten für das Filmfest sind ab Montag, 1. März, im Cineplex Capitol Kassel, Wilhelmstraße 2a, erhältlich. Der Eintritt pro Film beträgt für Erwachsene 4,00 Euro, für Kinder unter 12 Jahren 2,00 Euro. Das Rahmenprogramm für Kinder startet am Samstagnachmittag um 14 Uhr im Foyer des Kinos und wird bis 19 Uhr andauern.