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Delegation der PetroChina informiert sich über Erdgasversorgung in Europa

Chinesischer Partner der BASF zu Gast in Kassel
 
Kassel / Peking. Eine hochrangige Delegation des zweitgrößten chinesischen Energieversorgers PetroChina Company Limited aus Peking besucht im Rahmen einer Informationsreise auf Einladung der BASF am Montag (7.11.) deren Tochtergesellschaften Wintershall und WINGAS in Kassel. Die BASF arbeitet seit Jahren eng mit dem größten chinesischen Petrochemie-Unternehmen und Energieversorger Sinopec zusammen. Gemeinsam betreiben beide Unternehmen das Joint Venture BASF-YPC. Erst kürzlich hat das Gemeinschaftsunternehmen in Nanjing einen neuen Verbundstandort eröffnet. Auch mit PetroChina kooperiert die BASF. Die Delegation des Unternehmens möchte sich einen Einblick in die Arbeitsweise und Verwendung modernster Techniken der Wintershall und WINGAS verschaffen.
 
Neben Gesprächen und Fachvorträgen steht für die internationalen Gäste auch ein Besuch des 3-D-Raumes der Wintershall in Kassel auf dem Programm. Dieser Raum wird von den Geologen und Ingenieuren der Wintershall verwendet, um durch seismische Messungen gewonnene Daten besser veranschaulichen zu können und somit neue Öl- und Erdgasvorkommen aufzuspüren. Anschließend besucht die chinesische Delegation die Dispatching Zentrale der WINGAS, in der der Fluss russischen Erdgases nach Europa verfolgt und gesteuert wird. In der Zentrale laufen alle Daten des mehr als 2.000 km langen Erdgasleitungsnetzes der WINGAS zusammen. Hochmoderne Technik sorgt für die einwandfreie Versorgung der WINGAS-Transportkunden rund um die Uhr. Die drei Eckpfeiler dieses Systems sind die Überwachung, Steuerung und Optimierung sowie die operative Abwicklung aller Vorgänge. Wie dies vor Ort aussieht sehen die internationalen Gäste dann bei einem abschließenden Besuch der Verdichterstation Reckrod, dem Knotenpunkt der zwei großen WINGAS-Ferngasleitungen: STEGAL (Sachsen-Thüringen-Erdgas-Leitung) und die MIDAL (Mitte-Deutschland-Anbindungs-Leitung).
 
Energielieferant baut mit Gazprom Pipeline nach Shanghai
 
Die PetroChina Company Limited ist heute mit mehr als 40 % Marktanteil der zweitgrößte Energielieferant auf dem chinesischen Markt. Entstanden ist das Unternehmen als Teil einer Umstrukturierung der China National Petroleum Corporation (CNPC). Zu Beginn zu 100 % in staatlichen Händen ist die PetroChina mittlerweile mit 10 % ihrer Aktien an den Börsen in New York und Hongkong gelistet und konnte seine Gewinne im letzten Jahr um fast 50 % steigern. Haupttätigkeitsfelder sind die Erforschung und Produktion von Chemikalien und die Exploration, Verfeinerung und der Absatz von Erdgas und Erdöl. Im Segment Chemikalien besteht ein Joint Venture mit der BASF – BASF JCIC. Die Beziehungen mit dem chinesischen Partner sollen in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden.
 
China ist innerhalb kurzer Zeit zum zweitgrößten Verbraucher von Energie weltweit aufgestiegen. Im Vergleich zu 1990 ist der Primärenergieverbrauch von 0,75 auf derzeitig 1,5 Milliarden Tonnen Steinkohleeinheiten gestiegen. Es ist davon auszugehen, dass der Konsum bis 2020 rund 4,5 Milliarden Tonnen erreicht. China verfügt über 12 % der weltweiten Kohlevorräte und deckt durch diese drei Viertel seines Stromaufkommens. Jedoch wächst der Importbedarf bei Öl und Gas stark. Mit Projekten wie der West-Ost-Pipeline will China die zukünftige Nachfrage sicherstellen.
 
 
Die BASF AG hat ihren Hauptsitz in Ludwigshafen und ist mit Kunden in mehr als 170 Ländern, Produktionsstandorten in 41 Ländern und circa 82.000 Mitarbeitern das führende Chemieunternehmen der Welt. Im Jahr 2004 erzielte die BASF-Gruppe einen Umsatz von 37,5 Milliarden Euro. Die Hauptgeschäftsfelder sind Chemikalien, Kunststoffe, Veredelungsprodukte, Pflanzenschutz und Ernährung sowie Erdöl und Erdgas. In den nächsten Jahren will die BASF-Gruppe ihr internationales Engagement vor allem auf dem chinesischen Markt weiter ausbauen.
 
Die Wintershall AG ist eine 100-prozentige Tochter der BASF AG in Ludwigshafen und ein auf Energie spezialisiertes Unternehmen. Mit ihren Beteiligungsgesellschaften betreibt Wintershall die Aufsuchung und Gewinnung von sowie den Handel mit Erdöl und Erdgas.
 
Die WINGAS GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Wintershall AG (65 %) und der russischen OAO Gazprom (35 %). Seit 1990 sind die beiden Partner in der Gasversorgung tätig und liefern über ihr mehr als 2.000 Kilometer langes Leitungsnetz Erdgas an Stadtwerke, größere Industriebetriebe und regionale Gasversorgungsunternehmen in Deutschland und Europa. Wintershall und Gazprom haben bis heute rund 3 Milliarden Euro in den Aufbau des WINGAS-Erdgasleitungssystems investiert. Das Pipelinenetz verbindet die großen Gasreserven Sibiriens mit den wachsenden Absatzmärkten Westeuropas und ermöglicht WINGAS außerdem den Zugang zu den sich weiter entwickelnden europäischen Spotmärkten. Mit dem Erdgasspeicher Rehden verfügt WINGAS über den größten Erdgasspeicher Westeuropas.
 


PI-05-11 - 04.11.2005

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