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Vorsitzender des WINGAS Beirats würdigt die Leistungen Tschernomyrdins



Foto: www.kremlin.ru
Bei einer bewegenden Trauerfeier haben sich am Freitag Hunderte Menschen vom früheren russischen Regierungschef Viktor Tschernomyrdin auf dem Neujungfrauen-Friedhof in Moskau verabschiedet. Präsident Dmitri Medwedew und Premierminister Wladimir Putin würdigten den Politiker und Gründer des Gasmonopolisten Gazprom als großen Staatsmann. Tschernomyrdin hatte Russland in den chaotischen Jahren 1992 bis 1998 nach dem Ende der Sowjetunion vor dem Zerfall bewahrt. Er regierte als Vertrauter an des früheren Präsidenten Boris Jelzin (1931-2007). Er war am Mittwoch im Alter von 72 Jahren nach schwerer Krankheit in Moskau gestorben.

Dr. Rainer Seele, Vorsitzender des Beirats der WINGAS GmbH & Co. KG, würdigte die Leistungen Tschernomyrdins, der vor 20 Jahren die Zusammenarbeit des größten deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten mit der russischen Gazprom mit initierte : " Wir haben mit großer Trauer vom Tod Wiktor Stepanowitsch Tschernomyrdins erfahren. Tschernomyrdin verkörpert wie kaum ein anderer die russisch-deutsche Wirtschafts- und Energiepartnerschaft. Mehr noch: Er war derjenige, der diese Partnerschaft maßgeblich mitbegründet hat! Noch in seiner Zeit als Minister für die Gasindustrie der UdSSR hat Tschernomyrdin die Weichen gestellt für das, was die Gazprom heute ist. Später, als Gazprom-Vorsitzender, hat er dann ganz unmittelbar Verantwortung für die Geschicke des Unternehmen übernommen und in dieser Funktion ab 1989 das ermöglicht, was bis heute als vorbildliches Beispiel der russisch-deutschen Zusammenarbeit gilt: Die enge Zusammenarbeit der russischen Gasindustrie mit der deutschen und westeuropäischen Wirtschaft. Dabei stellte der Vertrag über die gaswirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Gazprom und BASF/Wintershall kurz vor der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten ein absolutes Novum in der Erdgaswirtschaft dar. Wir als Unternehmen wissen, was wir diesem Meilenstein - und damit auch dem Mann Tschernomyrdin - zu verdanken haben!