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WINGAS baut Engagement in Nordbayern aus

Stadtwerke können sich fit machen für die Zukunft
 
Nürnberg / Würzburg / Bayreuth. Nordbayern erhält Verstärkung: Die WINGAS GmbH als eine der größten deutschen Ferngasgesellschaften wird ihr Engagement in Deutschland weiter ausbauen und insbesondere in Ober-, Mittel- und Unterfranken sowie in der Oberpfalz den Wettbewerb deutlich verstärken. Das Unternehmen mit Sitz in Kassel wird künftig Erdgas an Stadtwerke und Industriekunden auch in dieser Region liefern – die rund 60 Stadtwerke in Nordbayern beziehen ihr Erdgas bislang fast ausschließlich von einem der beiden ehemaligen regionalen Monopolunternehmen. Die Stadtwerke beliefern wiederum mehr als eine halbe Million Haushalte jährlich mit rund zwölf Milliarden Kilowattstunden (kWh) Erdgas. Insgesamt benötigen Haushalte, Gewerbe und Industrie in Nordbayern jährlich rund 40 Milliarden Kilowattstunden Erdgas.
 
Die WINGAS GmbH ist ein deutsch-russisches Gemeinschaftsunternehmen der 100-prozentigen BASF-Tochter Wintershall (65 %) – dem größten deutschen Öl- und Gasproduzenten – und des größten Erdgasproduzenten der Welt, der OAO Gazprom (35 %). Der russische Konzern verfügt allein über mehr als 20 Prozent der sicher nachgewiesenen weltweiten Erdgasreserven und hat sich in den letzten Jahrzehnten zum wichtigsten Erdgaslieferanten für Europa entwickelt. Seit nunmehr 14 Jahren sind die beiden Partner mit der WINGAS in der Gasversorgung tätig und liefern über ihr inzwischen mehr als 2.000 Kilometer langes Leitungsnetz Erdgas an Stadtwerke, größere Industriebetriebe und regionale Gasversorgungsunternehmen in Deutschland und Europa.
 
„Von einer Partnerschaft zwischen den fränkischen Stadtwerken und der WINGAS profitieren beide Seiten. Die regionale Energieversorgung wird auf eine breitere und damit sicherere Basis gestellt“, sagt der Geschäftsführer und Leiter des Geschäftsbereiches Vertrieb Deutschland der WINGAS GmbH, Dr. Gerhard König, anlässlich eines Pressegespräches in Nürnberg. „Jedes Stadtwerk in Deutschland hat inzwischen durch die Liberalisierung des Gasmarktes die Möglichkeit, ein Bezugsportfolio aus mindestens zwei Lieferanten aufzubauen und damit seine strategische Position bei zukünftigen Verhandlungen im Wettbewerb entscheidend zu verbessern – die regionalen Gasversorger können diese Wahlfreiheit nutzen, um so ihre kommunalen Standortvorteile zu sichern.“
 
Denn mit mehreren Vorlieferanten entstünden für die kommunalen Unternehmen Freiheitsgrade, die angesichts des verschärften Wettbewerbs auch bei kommunalen und regionalen Versorgern enorm seien. „In einem Wettbewerbsmarkt werden letztendlich die Unternehmen, die ihre Kostensituation optimiert haben, als Gewinner dastehen“, so König, „und dabei haben Stadtwerke nun einen klaren Handlungsspielraum und gute Möglichkeiten, ihre Unternehmen fit für die Zukunft zu machen.“ Ein Lieferwettbewerb auf der Stadtwerkeebene sei letztendlich auch zum Wohle der Endverbraucher. „Außerdem: Welches Industrieunternehmen würde sich bei der Beschaffung seines wichtigsten Rohstoffes auf nur einen Lieferanten verlassen?“ Der verstärkte Wettbewerb wird auch von Seiten der Justiz getragen: In einem Urteil aus dem Jahr 2001 erklärte das Oberlandesgericht Düsseldorf Gesamtbedarfsdeckungsklauseln für unwirksam. In einem funktionierenden Markt, urteilten die Richter, müssten Kunden auch die vertragliche Möglichkeit haben, Erdgas von mehreren Lieferanten beziehen zu können.
 
„Durch die WINGAS erhalten die kommunalen Gasversorger in Nordbayern künftig nicht nur Zugang zu den größten Erdgasvorkommen der Welt in Sibirien, sondern auch Zugang zu den internationalen Erdgas-Spotmärkten“, erläutert König. „Darüber hinaus steht WINGAS-Kunden zur Optimierung ihrer Versorgung auch der größte Erdgasspeicher Westeuropas im norddeutschen Rehden zur Verfügung.“ Mehr als 30 Prozent der etwa 161 Milliarden Kilowattstunden (kWh), die die WINGAS GmbH jährlich absetzt, kann das Unternehmen in seinen Speichern vorhalten – damit leistet die Ferngasgesellschaft einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit.
 
Die WINGAS bietet ihren Kunden Service und Individualität und unterstützt zudem Leitungsbauprojekte beim Anschluss von Groß- und Industriekunden. Was Partnerschaft für die WINGAS GmbH im Einzelfall bedeutet, zeigt etwa der Bau einer neuen Erdgas-Konditionierungsanlage in Bielefeld. Als gemeinsame Investition der Stadtwerke Bielefeld und der WINGAS wird ab Oktober 2004 die Voraussetzung geschaffen, hochkalorisches Erdgas individuell an die Gasqualität im Bielefelder Netz anzupassen und anschließend einzuspeisen.
 
Das Branchentreffen ICG „Beschaffung und Vertrieb“, zu dem bundesweit Teilnehmer aus der Energiewirtschaft anreisen, findet am 29. und 30. Juni im Arabella Sheraton Hotel Carlton (Eilgutstr. 15) in Nürnberg statt. WINGAS-Geschäftsführer Dr. Gerhard König spricht bei dem Branchentreffen am 30. Juni um 10.30 Uhr zum Thema „Wettbewerb als Chance für Stadtwerke“. Die WINGAS ist an beiden Tagen mit einem Informationsstand auf der Tagung vertreten.
 
Die WINGAS GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Wintershall AG (65 %) – einer 100-prozentigen Tochter der BASF AG in Ludwigshafen und seit mehr als 70 Jahren in der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas aktiv – und der russischen OAO Gazprom (35 %). Seit 1990 sind die beiden Partner in der Gasversorgung tätig und liefern über ihr inzwischen mehr als 2.000 Kilometer langes Leitungsnetz Erdgas an Stadtwerke, größere Industriebetriebe und regionale Gasversorgungsunternehmen in Deutschland und Europa. Wintershall und Gazprom haben bis heute mehr als 2,7 Milliarden Euro in den Aufbau des WINGAS-Erdgasleitungssystems investiert.
 
Das Pipelinenetz verbindet die großen Gasreserven Sibiriens mit den wachsenden Absatzmärkten Westeuropas und ermöglicht WINGAS außerdem den Zugang zu den sich weiter entwickelnden europäischen Spotmärkten. Mit dem Erdgasspeicher Rehden, der ein Arbeitsgasvolumen von über vier Milliarden Kubikmetern besitzt, verfügt WINGAS über rund ein Fünftel der gesamten in Deutschland vorhandenen Speicherkapazität. Der Erdgasspeicher Rehden ist der größte Erdgasspeicher Westeuropas.


PI-04-07 - 24. Juni 2004

Kontakt
Michael Sasse
Tel.: +49 561 301-3301
Fax: +49 561 301-1321
presse(@)wingas.de
 
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