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Wahr… oder falsch?

Thema: Kraftwerke


1. Über den Wolken

Windräder am Boden waren gestern. Geht es nach dem Niederländer Wubbo Ockels, werden schon bald Lenkdrachen aus Wind Strom gewinnen und dabei auch die höheren, konstanten Luftströme erreichen. Den Prototypen eines solchen Höhenkraftwerks hat der Luft- und Raumfahrt-Professor jüngst vorgestellt. Der Drachen steigt in achtförmiger Bewegung an einem Seil empor. Die enorme Zugkraft, die er dabei entwickelt, treibt einen Generator an.


2. Baden im Überlauf

Ein Kraftwerk als Attraktion für Touristen und Erholungssuchende? In Island gibt es das. Die Geothermieanlage Svartsengi, inmitten von schwarzem Lavagestein gelegen, lockt mit futuristischer Beton-Stahl-Optik, unablässig aus ihren Rohren strömendem Dampf und einer Blauen Lagune. Obwohl Letztere nichts anderes ist als das Überlaufbecken des Kraftwerks, wird das salzhaltige Wasser als Thermal- und Heilbad genutzt. Ach ja: Strom und Fernwärme erzeugt die Anlage auch noch.


3. Kraftwerk statt Klimakiller

Wenn Kühe rülpsen, stoßen sie klimaschädliches Methan aus – Schätzungen zufolge jährlich 85 Millionen Tonnen weltweit. Forschern der Technischen Universität Wien gelang es jetzt erstmals, das Gas aufzufangen und als Biogas zu nutzen – in einem hermetisch dichten Rinderstall. Das Methan wird aus der Innenluft herausgefiltert und erzeugt im integrierten Blockheizkraftwerk Wärme und Strom. Keine andere Technik verspricht so viel Nutzen für das Klima.


4. Nichts für Tanzmuffel

Eine Firma in Rotterdam hat einen Discoboden entwickelt, der Bewegungsenergie in Strom umwandelt. Die Spezialplatten des Bodens geben bei Belastung leicht nach und treiben im Takt der Tanzenden einen Kolben an. Ab Herbst sollen auch die Besucher des örtlichen Fußballstadions Strom erzeugen, wenn sie durch den Eingang strömen – und eines Tages die jubelnden Fans auf den Tribünen. Das könnte sich dann richtig lohnen.


5. Willi weiß wie

Aus der Not(durft) eine Tugend gemacht hat ein Altenhilfeträger am Bodensee. Die in seinen Pflegeeinrichtungen jährlich anfallenden 2,1 Millionen Inkontinenzwindeln mussten früher kostspielig entsorgt werden. Jetzt landen sie in einem Spezialofen und liefern Wärme zum Heizen, Strom zum Kochen und Dampf für die Wäscherei. Die Anlage bringt es pro Tag auf 22.000 Kilowattstunden Energie. Von den Mitarbeitern bekam das Kraftwerk den Namen „Windel-Willi“.




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