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Europäisch-russische Energiepartnerschaft schafft Versorgungssicherheit
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"Wir wollen gemeinsam raus aus der Krise, wir wollen ein höchstes Maß an Energiesicherheit – also Versorgungssicherheit für die Abnehmer und Abnahmesicherheit für die Produzenten. Und wir wollen durch das Ausbalancieren wirtschaftlicher Interessen mit Energiepartnerschaften ‚Win-Win-Situationen’ schaffen", erklärte Dr. Rainer Seele, Sprecher der WINGAS-Geschäftsführung, am Dienstag im Rahmen der IV. Internationalen Konferenz des Russischen Gasverbandes am 19. Mai 2009 in Berlin.
Seele wies in Berlin auf die wirtschaftliche Bedeutung zukünftiger Investitionen hin: „Alle Welt redet derzeit von staatlich finanzierten Konjunkturprogrammen. Wir dagegen tätigen mit unseren Partnern Milliarden-Investitionen in die deutsche und europäische Erdgas-Infrastruktur. Diese freifinanzierten Investitionen sind jedem staatlichen Konjunkturprogramm, das auf Kosten der Steuerzahler geht, weit überlegen. Europäische Unternehmen, Röhrenproduzenten, Ingenieurbüros, Zulieferer bis hin zum örtlichen Handwerker profitieren davon.“ Bis zum Jahr 2015 planen allein die WINGAS-Gesellschaften Investitionen in Höhe von rund 3 Milliarden Euro in den Ausbau der europäischen Erdgasinfrastruktur. Dabei kommt den deutsch-russischen Energie-Investitionen eine bedeutende Rolle zu: "Wir tragen gemeinsam zur Krisenbewältigung und zur Stabilisierung der Energiesicherheit bei.“ "Neben verlässlichen Produzenten brauchen wir sicheren Transit"
Umso wichtiger sei in Zukunft eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. "Das Vertrauen zwischen Deutschland und Russland ist über Jahre gewachsen. Russland und die EU sollten gemeinsam dafür sorgen, die bestehende Vertrauensbasis zu erhalten. Das heißt nicht, auf andere Quellen zu verzichten. Aber wir sollten solche Projekte, wie die dazugehörigen Transitprojekte nicht konfrontativ, sondern partnerschaftlich angehen“, sagte Seele in Berlin weiter. Partnerschaften müssten ‚Win-Win-Situationen“ schaffen, Partner sei man nur auf Augenhöhe. Seele: „Für Wintershall und WINGAS ist das ein elementares Prinzip der Zusammenarbeit."
Eine grenzüberschreitende Vernetzung schafft Sicherheit
Die Zusammenarbeit zwischen WINGAS und Gazprom sei zu einer Partnerschaft gewachsen, die vom Bohrloch bis hinein in den Verbrauchermarkt trägt. Um auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet zu sein, muss Europa auch die aktuellen Eckdaten der Energiepolitik überprüfen. "Wir brauchen eine europäisch-russische Energiepartnerschaft. Wir brauchen ein Energieabkommen, das für alle wesentlichen Mitspieler bindend ist, für die großen Energieproduzenten, für die Energietransitländer, für die Energieverbraucher“, sagt der WINGAS-Geschäftsführer, „und die alle Energieressourcen von der Kernenergie bis zu den konventionellen oder den erneuerbaren Quellen mit einbezieht. "Da ist Kooperation gefragt, nicht Konfrontation oder gar Provokation. „Es nützt wenig sich auf Gipfeln und Gegengipfeln gelbe Karten zu zeigen. So kommt man nicht zu international bindenden Verträgen“, meint Seele. Die von Russlands Präsident Medwedew gemachten Vorschläge für ein neues Energieabkommen sollten daher ernsthaft geprüft werden – nicht zuletzt als Basis für eigene Vorschläge und einen wirklichen Interessenausgleich.
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