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Gemeinsam fürs Image


Erdgas ist umweltfreundlich und zukunftsfähig. Das muss sich auch im Image widerspiegeln. Eine groß angelegte Kampagne, mit einem grünen Blatt als Logo, soll genau das bewirken. Bereits 55 Unternehmen der Erdgaswirtschaft haben sich angeschlossen, WINGAS gehört zu den Initiatoren.
 
Diskutiert wird über Kernenergie und Kohle. Und geht es um Alternativen, liegt der Fokus auf erneuerbaren Energien. „Erdgas dagegen findet in der aktuellen öffentlichen Diskussion kaum statt“, sagt Andreas Pingel, Leiter der Abteilung Marketing bei WINGAS. Ähnliches gelte für das Thema Mobilität: Alle sprechen vom Elektroantrieb, dabei gebe es bislang kaum Fahrzeuge und Tankstellen. Erdgas als Kraftstoff, obwohl gut ausgereift, führe fast ein Schattendasein.
 
Die Imagekampagne ERDGAS soll den Trend umkehren. Dahinter steht kein Verband, sondern die Erdgaswirtschaft selbst. Schon 55 Unternehmen, darunter zahlreiche Stadtwerke, haben sich angeschlossen und wollen knapp 14 Millionen Euro investieren. Andreas Pingel sitzt für WINGAS in der Projektgruppe, die sich seit Herbst 2009 trifft. „In den vergangenen Jahren hat sich die Branche auf guten Umsatzzahlen ausgeruht und nicht erkannt, dass der ökologische Trend in eine andere Richtung geht“, sagt er. „Die Kampagne kann ein Motor sein, das Produkt Erdgas zu entstauben.“ Und sie kann Erdgas als das positionieren, was es ist: umweltfreundlich und zukunftsfähig.

Die neue Kampagne kann ein Motor sein, um das Produkt Erdgas zu entstauben.

Am Anfang stand eine Analyse. Erdgas, so das Ergebnis, erreicht gute Befragungswerte bei Komfort und Effizienz, hat gegenüber den erneuerbaren Energien aber Nachholbedarf bei der Umweltfreundlichkeit. Als neuer Markenkern wurde Natürlichkeit definiert, der Claim lautet nun für den Wärmemarkt „Natürlich effizient“, für den Kraftstoffmarkt „Natürlich mobil“. Auf der Suche nach einem einheitlichen Markenzeichen mit Wiedererkennungswert wurde man bei der Schweizerischen Gasindustrie fündig. Diese setzte das grüne Blatt bereits erfolgreich ein, eine Übertragung auf den hiesigen Markt erschien nur logisch.
 
Die deutsche Öffentlichkeit wurde erstmals im Winter auf die ERDGASKampagne aufmerksam, als beim Biathlon- Weltcup das grüne Blatt von den Werbebanden prangte. Biathlon als Sport der Winter-, sprich: Heizsaison soll künftig einen Schwerpunkt der Marketingaktivitäten bilden. Angelaufen sind auch TV- und Hörfunkspots, die auf die gute Kombinierbarkeit von Erdgas und Solarenergie hinweisen, außerdem Anzeigen. Gleichzeitig wurde ein Webportal (www.erdgas.info) geschaffen, auf dem Endkunden und andere Interessierte gebündelteInformationen zum Thema Erdgas finden.
 
Der Erfolg der Kampagne soll durch Untersuchungen überprüft werden. „Es wäre gut, wenn noch mehr Stadtwerke mitmachen, um die Basis zu erweitern“, betont Andreas Pingel. Wer sich anschließt, kann Logo und Werbematerial nutzen. Auch eine Verlinkung über das Webportal wird möglich sein.


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