Erdgasspeicher trägt zur Versorgungssicherheit beiWINGAS beginnt mit Untersuchungen zum Projekt JemgumDie WINGAS GmbH, ein Tochterunternehmen der Wintershall AG, hat begonnen, die Eignung des Salzstockes Jemgum für die Speicherung von Erdgas auf der Basis früherer Planungen näher zu untersuchen. Sollten die Untersuchungen zu einem positiven Ergebnis führen, wird das Kasseler Ferngasunternehmen die öffentlich-rechtlichen Genehmigungsverfahren einleiten, um von den Behörden grünes Licht für die Realisierung des Projektes zu bekommen. "Erdgasspeicher sind notwendig, weil der Verbrauch des Erdgases über das Jahr stark schwankt. An einem Wintertag wird zum Beispiel fünf Mal mehr Erdgas täglich verbraucht als an einem warmen Sommertag", erläutert Bernd Vogel, Leiter des Projekts bei WINGAS. Deshalb wird in den Sommermonaten Erdgas eingespeichert und im Winter entnommen. Zudem können Erdgasspeicher mögliche Lieferunterbrechungen ausgleichen, die beispielsweise durch Wartungsarbeiten an den Pipelines entstehen können. Sie stellen ein zentrales Element zur Versorgungssicherheit dar. Die Gegend um Jemgum ist durch die unterirdischen Salzstöcke für die Speicherung von Erdgas besonders gut geeignet. "Die geologischen Bedingungen eröffnen die Möglichkeit, in Tiefen zwischen 1.000 und 1.500 m unter der Erdoberfläche Kavernen einzurichten. Das sind unterirdische Hohlräume, die im Salzgestein durch Aussolen künstlich geschaffen werden und die sich hervorragend als Speicher eignen. Diese Technologie ist seit langem bewährt, in Deutschland wie auch weltweit", führt Vogel aus. Die jetzt anstehenden Untersuchungen zur Umweltverträglichkeit, zur detaillierten Standortbewertung und zur Konkretisierung des technischen Konzeptes sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Wenn sie positiv verlaufen und die behördlichen Genehmigungen und Erlaubnisse erteilt sind, ist geplant, mit den Bauarbeiten Ende 2007 zu beginnen "Über die mögliche Speicherkapazität und das Investitionsvolumen können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine genauen Angaben machen. Dazu benötigen wir erst die detaillierten Ergebnisse der anstehenden Untersuchungen", sagt Vogel. Die WINGAS verfügt im norddeutschen Rehden, in der Nähe von Diepholz, über den größten unterirdischen Erdgasspeicher in Westeuropa, der allein über rund ein Fünftel der gesamten in Deutschland vorhandenen Speicherkapazität verfügt. Zudem baut WINGAS derzeit in Österreich und England mit Partnerunternehmen aus der Energiewirtschaft zusätzliche Speicherkapazitäten auf. Die WINGAS GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Wintershall AG und der russischen OAO Gazprom. Seit 1990 sind die beiden Partner gemeinsam in der Gasversorgung tätig. Als Gesellschafter der WINGAS haben BASF/Wintershall und Gazprom bis heute rund 3 Milliarden Euro in den Aufbau des WINGAS-Erdgasleitungssystems investiert. Das Pipelinenetz verbindet die großen Gasreserven Sibiriens mit den wachsenden Absatzmärkten Westeuropas. |
PI-06-09 - 14.06.2006Kontakt Barbara Welsch Tel. +49 561 301-3301 Fax +49 561 301-1321 presse@wingas.de PDF der Presse-Information Download |
