Zwischen Monheim und Köln-Worringen geht die Ferngasleitung WEDAL auf Tauchstation: Spezialrohre führen in 3,5 Meter Tiefe unter der Rheinsohle entlang und verbinden so den linksrheinischen mit dem rechtsrheinischen Abschnitt der Pipeline. Nach rund dreimonatiger Bauzeit floss im Oktober 1997 erstmals Erdgas durch den 410 Meter langen Düker in Deutschlands mächtigstem Strom. Obwohl das Bauwerk mit einem erheblichen Aufwand verbunden war, präsentiert sich die Flusslandschaft nach der Rekultivierung wieder in unveränderter Schönheit. Unter der Oberfläche aber schloss sich eine Lücke im transeuropäischen Gasnetz.
Der Rhein-Düker: 505 Tonnen im sicheren Bett
Die Rheinunterquerung bei Kilometer 708,3 war eine wichtige Etappe zur Fertigstellung der WEDAL. Der Einbau des 410 Meter langen und 505 Tonnen schweren Dükers in eine Tiefe von 3,5 Meter unter der Rheinsohle stellte unsere Ingenieure und Techniker vor große Herausforderungen.
Den Kern der Konstruktion bilden Spezialrohre mit einer Wanddicke von 13,4 mm und einem Durchmesser von 80 cm. Diese wurden an Land zu einem Strang verschweißt und mit einem speziellen Seilzugsystem in ein 1,5 Meter breites Bett unter den Fluss verlegt. Zur zusätzlichen Beschwerung und zum Schutz vor äußeren Einwirkungen sind die Rohre im Rhein mit einer im Mittel 12,5 cm starken Betonummantelung versehen.