Studien und Umfragen.

Im Auftrag der Stiftung „Zukunft Erdgas“ hat forsa Politik-und Sozialforschung GmbH untersucht, wie die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland die Chancen der Energiewende einschätzen, welche Prioritäten bei der Energieversorgung gesehen werden und welche Präferenzen für verschiedene  Energiearten vorhanden sind. Zudem wurde ermittelt, wie die Bürgerinnen und Bürger gegenüber der Energieversorgung mit Erdgas bzw. der zukünftigen Bedeutung von gasförmigen Energieträgern eingestellt sind.


Bundesbürger etwas skeptischer, ob die Energiewende gelingen kann

34 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass die Energiewende, so wie sie geplant ist, ohne Schwierigkeiten gelingen kann. Deutlich mehr Befragte (63 %) befürchten allerdings, dass es zu Engpässen, Störungen und Ausfällen in der Versorgung kommen kann.

Noch am ehesten glauben die Anhänger der Grünen, der SPD und der Linkspartei an ein reibungsloses Gelingen der Energiewende.

 

Zwischen Frühjahr 2016 und 2017 war der Anteil derjenigen, die an ein reibungsloses Gelingen der Energiewende geglaubt haben, im Vergleich zu den Vorjahren 2014 und 2015 etwas angestiegen.

 

Dieser Anteil ist in den letzten Monaten sicherlich auch wegen der mannigfaltigen, viele Bürger beunruhigende Krisenherde in der Welt wieder etwas zurückgegangen.


Sicherheit und Bezahlbarkeit behalten weiterhin höchste Priorität

Wie bereits in früherenErhebungen ist für die Bundesbürger vor allem die Bezahlbarkeit von Strom und Energie von großer Bedeutung (78 %). Für ebenso viele Befragte (78 %) ist es darüber hinaus auch sehr wichtig, dass jederzeit eine sichere und zuverlässige Versorgung mit Energie gewährleistet bleibt.

Die umweltschonende Erzeugung von Energie hingegen ist nach wie vor nur für eine Minderheit aller Bürger (42 %) sehr wichtig. Die umweltschonende Energieerzeugung hat lediglich für eine Mehrheit der Anhänger der Grünen und der Linkspartei eine überdurchschnittlich hohe Priorität.

Erdgas bevorzugter Partner der erneuerbaren Energie

Um die Energieversorgung für Haushalte und Unternehmen sicherzustellen, sollte nach Meinung von 45 Prozent der Bundesbürger neben den erneuerbaren Energien noch Erdgas genutzt werden.

31 Prozent sind der Meinung, dass sogar die Kernenergie die – aus Umwelt-, Klima-, Kosten-, und Versorgungssicherheitsaspekten – beste Ergänzung zu den erneuerbaren Energien sei.18 Prozent meinen das von Holz, 9 Prozent von Öl und 7 Prozent von der Kohle.

Der Rückgang der Nennungen bei den meisten Energiearten dürfte auf die auch im Rahmen der Koalitionsverhandlungen diskutierte Frage der Erreichung der Klimaziele sowie die mannigfaltigen Krisenherde in der Welt zurückzuführen sein.


Bundesbürger meinen auch 2019, dass mehr Erdgas zur Energieversorgung benötigt wird

Wie bereits in früheren Erhebungen meint auch Ende des Jahres 2019 etwa die Hälfte der Bundesbürger (49 %), dass in Zukunft zur  Energieversorgung in Deutschland mehr Erdgas als heute benötigt wird.

Nur jeweils eine Minderheit geht davon aus, dass weniger Erdgas (20 %) oder in etwa so viel Erdgas wie heute (25 %) benötigt wird.

Die weit überwiegende Mehrheit der befragten Bundesbürger glaubt, dass gasförmige Energieträger wie Erdgas und zukünftig auch CO2-neutrale bzw. CO2-freie Gase wie Wasserstoff für eine sichere und klimaschonende Energieversorgung eineeher wichtige (51 %) oder sogar sehr wichtige Rolle (36 %) spielen werden.

Nur eine Minderheit (9 %) glaubt, dass gasförmige Energieträger eine weniger bzw. überhaupt keine wichtige Rollespielen werden.

Hier können Sie die Studie herunterladen

Studie herunterladen

Weitere Studien:

Forsa-Umfrage „Energieversorgung und Energiewende“ – Was den Deutschen bei der Energieversorgung wichtig ist und wie sie...

Mehr erfahren

Studie: „Treibhausgas-Emissionswerte fossiler Energieträger und Kraftwerksszenarien in Deutschland“ – Institut für...

Mehr erfahren