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Forsa-Umfrage 2015 „Energieversorgung und Energiewende“* Was den Deutschen bei der Energieversorgung wichtig ist und wie sie die Chancen der Energiewende beurteilen

Prioritäten bei der Energieversorgung: Sicherheit und Preis sind entscheidend

Die Bundesbürger sind sich einig: Bei der Energieversorgung haben Kosten und Versorgungssicherheit die höchste Priorität. So betonen auf die Frage, was bei der Energieversorgung besonders wichtig ist, mehr als drei Viertel der Deutschen, dass die Preise für Strom und Energie für alle Bürger bezahlbar bleiben müssen.

60 % halten es für sehr relevant, dass die Energieversorgung jederzeit sicher und zuverlässig ist. Dass die Energie klimaschonend erzeugt wird, halten hingegen 41 % für sehr wichtig. Das Meinungsbild zu Energieversorgung und Energiewende hat sich dabei im Frühjahr 2015 kaum gegenüber dem Vorjahr verändert.

Die derzeitige Versorgung halten die Deutschen für sicher

Die Bundesbürger vertrauen der derzeitigen Energieversorgung. Mehr als drei Viertel halten die aktuelle Versorgung der Haushalte und Unternehmen prinzipiell für sicher. Diese positive Einschätzung findet sich, mit nur recht geringen Abweichungen, in allen Alters- und Wählergruppen. Gegenüber 2014 ist der Anteil derer, die die Versorgung für sicher halten, sogar leicht gestiegen – von 75 % auf 81 %.

Aber: Skepsis bei der Energiewende – Künftige Engpässe befürchtet

Die Deutschen sehen die Energiewende durchaus kritisch. Dass die Energiewende, so wie von der Politik geplant, gelingen wird, glaubt nur ein Drittel. Mehr als 60 % sind dagegen der Meinung, dass die Umsetzung der Energiewende zu Problemen oder sogar Ausfällen in der Versorgung führen kann.

Erdgas eindeutig der Wunschpartner für die Erneuerbaren

Die erneuerbaren Energien alleine können eine sichere und bezahlbare Energieversorgung nicht leisten. Das betonen Experten. Und das sehen auch die Bürger so. In allen Bevölkerungs- und Wählergruppen ist hierbei Erdgas der mehrheitlich präferierte Partner für die Erneuerbaren.

Drei von fünf Bundesbürgern sagen, dass Erdgas gemeinsam mit Wind und Sonne die Energieversorgung sichern sollte. Damit liegt Erdgas deutlich vor der Kernkraft (24 %) und auch vor allen anderen fossilen Energieträgern (Erdöl 27 %, Braunkohle 19 %, Steinkohle 16 %).

Für mehr Energieeffizienz: Heizungssanierung und Gebäudedämmung

Nur etwas mehr als die Hälfte der Haus- und Wohnungseigentümer haben nach eigenen Angaben in den vergangenen fünf Jahren Maßnahmen zur Isolierung oder Heizungssanierung durchgeführt (43 %) oder geben an, solche Maßnahmen zu planen (10 %). Hier liegt also noch viel Potenzial, um die Energieeffizienz zu steigern und CO2-Emissionen zu senken. Von denen, die Maßnahmen durchführten, haben 70 % Dämmungsmaßnahmen umgesetzt und 46 % neue Heizsysteme eingebaut.

Dabei haben sich die Anteile gegenüber 2014 leicht in Richtung Heizungserneuerung verschoben. Bei der Auswahl neuer Heizsysteme ist für die Eigentümer vor allem sehr wichtig, dass die Systeme lange halten und zuverlässig sind (62 %) sowie eine sichere Versorgung gewährleisten und umweltschonend arbeiten (60 bzw. 55 %). Fast zwei Drittel präferieren dabei Erdgas als Energieträger, insgesamt 12 % denken dabei an Kraft-Wärme-Kopplung oder eine Brennstoffzelle.

* Forsa Politik- und Sozialforschung GmbH hat im Auftrag von WINGAS zwischen dem 30. April und dem 6. Mai 2015 insgesamt 1.001 Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren interviewt.

Zudem wurden 543 Eigentümer eines Hauses bzw. einer Wohnung befragt. Alle Werte in den Grafiken sind Prozentangaben.

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