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Studie: „Treibhausgas-Emissionswerte fossiler Energieträger und Kraftwerksszenarien in Deutschland“ ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg

Erdgas ist der klimafreundlichste fossile Energieträger. Seine CO2-Emissionen über Transport, Gewinnung und Verbrennung sind pro erzeugter kWh Strom nur halb so groß wie die von Steinkohle und Braunkohle. Darüber hinaus haben Gaskraftwerke in Deutschland einen deutlich höheren Wirkungsgrad.

Erdgas emittiert etwa 50 Prozent weniger CO2 als Braunkohle und etwa 25 Prozent weniger als Steinkohle je eingesetzter Kilowattstunde.

Braunkohle verursacht inklusive Transport, Gewinnung sowie Hilfsstoffen 1,183 kg CO2 pro produzierter kWh Strom

Steinkohle verursacht inklusive Transport, Gewinnung sowie Hilfsstoffen 1,142 kg CO2 pro produzierter kWh Strom

Erdgas verursacht inklusive Transport, Gewinnung sowie Hilfsstoffen 0,572 kg CO2 pro produzierter kWh Strom

Bei der Gewinnung und im Transport schneidet die heimische Braunkohle am besten ab. Hier fallen pro Kilowattstunde Strom nur 0,008 kg CO2 an, bei Erdgas 0,070 kg und bei Steinkohle sogar 0,149 kg.

Bei der Verbrennung im Kraftwerk  liegt jedoch Erdgas weiter deutlich vorn - es emittiert lediglich 0,502 kg CO2 pro Kilowattstunde Strom, Steinkohle 0,987 kg und Braunkohle 1,170 kg. Werden diese Faktoren zusammen betrachtet, sind die CO2-Emissionen für Erdgas fast um die Hälfte niedriger als bei Kohle.

Die CO2-Emissionen für die durchschnittliche Stromerzeugung aller Kraftwerke in Deutschland

Im durchschnittlichen Strommix in Deutschland entstehen derzeit pro erzeugter Kilowattstunde Strom 0,596 Kilogramm CO2. Mit einer Erhöhung des Erdgasanteils an der Energieerzeugung ließen sich deutlich mehr CO2-Emissionen einsparen.

Energieträgermix für durchschnittliche Stromproduktion (netto) in Deutschland

Die Erneuerbaren hatten erstmals 2013 in Deutschland den größten Anteil an der Stromproduktion, gefolgt von Braunkohle, Steinkohle und Kernkraft. Der Anteil von Erdgas ist auf 13 Prozent gesunken.

Der Brutto-Wirkungsgrad von Kraftwerken
in Deutschland

Je höher der Wirkungsgrad eines Kraftwerks, um so geringer ist die Menge des Energieträgers, die für die Stromerzeugung eingesetzt werden muß. Wird beispielsweise Strom aus einem Energieträger mit einem hohen CO2-Gehalt in einem Kraftwerk mit geringerem Wirkungsgrad gewonnen, werden um so 

mehr CO2-Emissionen freigesetzt. Erdgas überzeugt hier zweifach: Gaskraftwerke weisen einen hohen Wirkungsgrad auf und der Energieträger hat einen niedrigeren CO2-Gehalt. Bei der Stromgewinnung aus Erdgas in Gaskraftwerken entstehen daher geringere Mengen CO2. 

Die Studie erfolgte im Auftrag der WINGAS GmbH. Die im Modell hinterlegten Daten stammen aus Stoffstromdatenbanken wie Evoinvent und Gemis sowie aus eigenen Projekten generierte Daten, Für die Energieträgeraufteilung und Wirkungsgradberechnungen wird auf aktuelle internationale  

Daten der IEA und EUROSTAT sowie weitere amtliche Statistiken zugegriffen. Eine detaillierte Beschreibung des Modells in englischer Sprache findet sich auf der Homepage des IFEU

Das Fazit der Studie

Die Vorteile des klimafreundlichen Energieträgers Erdgas zeigen sich auch im Strommarkt.

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