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22.12.2016

BDEW sieht Erdgas im Aufwind

Kassel. 2016 wurde in Deutschland zehn Prozent mehr Erdgas verbraucht als im Vorjahr. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft kommt dem Energieträger bei der Stromerzeugung, aber auch im Wärmemarkt eine wachsende Rolle zu.

Erdgas konnte 2016 seine Bedeutung im deutschen Energiesystem deutlich ausbauen. Zu diesem Ergebnis kam der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bei der Vorstellung seiner vorläufigen Berechnungen. Demnach produzierten Deutschlands Gaskraftwerke im ausgehenden Jahr 16,5 Milliarden Kilowattstunden mehr als 2015 und erhöhten damit ihren Anteil an der Stromerzeugung von zehn auf zwölf Prozent. Gleichzeitig nahm der Beitrag der Kohle von 42 auf 40 Prozent, der der Kernenergie von 14 auf 13 Prozent ab.

„Die gesunkene Erzeugung aus Kohle und Kernenergie wurde hauptsächlich durch eine zusätzliche Stromproduktion aus Gaskraftwerken ausgeglichen. Dies zeigt noch einmal deutlich, dass Erdgas ein unverzichtbarer Bestandteil des zukünftigen Energiesystems ist", sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Ihm zufolge lässt sich aus den aktuellen Zahlen eine weitere Entwicklung ablesen: Gaskraftwerken komme zunehmend die Aufgabe zu, ein Versorgungssystem zu managen, das durch den Ausbau der Erneuerbaren volatiler werde, so Kapferer. Erdgas stelle damit einmal mehr seine wichtige Rolle als „Energiewende-Ermöglicher“ unter Beweis.

Der Erdgasverbrauch insgesamt stieg dem BDEW zufolge 2016 um gut zehn Prozent und lag danach bei rund 940 Milliarden Kilowattstunden. Neben dem höheren Erdgaseinsatz in Kraftwerken – vor allem auch in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen – habe hierzu die vergleichsweise kühle Witterung im letzten Quartal beigetragen. Dadurch sei mehr geheizt worden.

Beim Brutto-Inlandsstromverbrauch zeichnet sich für 2016, wie in den Vorjahren, ein leichter Rückgang ab. Der BDEW erwartet eine Abnahme des Verbrauchs um 0,4 Prozent auf 592,7 Milliarden Kilowattstunden. Dies liege hauptsächlich an der zunehmenden Energieeffizienz von Haushaltsgeräten, Beleuchtung und Industrieprozessen. Außerdem hat Strom laut BDEW Marktanteile im Wärmemarkt eingebüßt. Während Elektrospeicherheizung und elektrische Warmwasserbereitung an Bedeutung verloren hätten, seien Erdgas und Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch.

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E-Mail: presse[at]wingas.de

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