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09.04.2014

Bedeutung der KWK-Anlagen für die Energieversorgung anerkennen

WINGAS-Vertriebsgeschäftsführer Ludwig Möhring kritisiert EEG-Reform: "Für eine optimale Energieversorgung brauchen wir eher mehr KWK statt weniger."

Kassel. Die Bundesregierung hat eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschlossen. Vor allem für Windkraftanlagen gelten künftig bessere Bedingungen. Dagegen werden hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen für die Eigenenergieerzeugung künftig durch eine Beteiligung an der EEG-Umlage belastet.

„Wer selbst dezentral Strom für den Eigenverbrauch produziert, entlastet die Stromnetze und handelt im Sinne der Energiewende“, erklärt Ludwig Möhring die vorgesehene Regelung der EEG-Novelle. Der WINGAS-Vertriebsgeschäftsführer begrüßt zwar, dass existierende Kraftwerke für Industrieunternehmen weiterhin von der EEG-Umlage befreit bleiben sollen. Doch dass gerade für mittelgroße KWK-Neuanlagen, die in großen Mietshäusern oder in Bürokomplexen eine ideale Verwendung finden, eine EEG-Umlagebeteiligung eingeführt werden soll, stößt auf Unverständnis.

„Die Bundesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag zu dem Ziel „25 Prozent KWK bis 2020“ explizit bekannt“, betont Möhring. „Wird wie jetzt vorgesehen die Eigenverbrauchsregelung beschnitten, steht die Wirtschaftlichkeit vieler neuen Projekte in Frage – hier muss die Regierung nacharbeiten, damit die selbst gesteckten Ziele erreicht werden können.“

Da darüber hinaus die Benachteiligung von Contracting-Konzepten nicht beseitigt wurde und selbst Bioerdgas in der Kraft-Wärme-Kopplung unter dem neuen EEG nicht mehr wirtschaftlich sein kann, wird vor allem der Einsatz zahlreicher Stadtwerke für die dezentrale Energieversorgung konterkariert. „Als Partner von zahlreichen Stadtwerken hatten wir gehofft, dass die Politik sich an ihr formuliertes Ausbauziel von 25 Prozent KWK hält und diese hocheffiziente Technik fördert“, so der WINGAS-Geschäftsführer weiter. „Gerade durch den Ausbau der kleinen und mittleren Kraftwärmekopplung (Mikro-KWK) lässt sich nicht nur höchsteffizient Wärme erzeugen, sondern auch dezentral und zu jeder Zeit Strom produzieren.“

 

Eine Belastung der Eigenenergieerzeugung schätzt der WINGAS-Geschäftsführer als „ordnungspolitisch und auch sachlich falsch“ ein: „Vor allem, da sich auf diesem Weg keine wesentliche Entlastung der Stromkunden ergeben werden.“ Aktuelle Studien zeigen, dass eine Belastung der Eigenenergieerzeugung nur zu einer ganz minimalen Absenkung der aktuellen EEG-Umlage für den Endverbraucher von 6,24 auf 6,2 ct/kWh führen würden. Möhring: „Von einer spürbaren Entlastung kann man da nicht wirklich sprechen. Wenn wir wirklich Energie und CO2 einsparen wollen, sollten technisch veraltete Heizungsanlagen durch sinnvolle Alternativen ersetzt werden. Wir brauchen eher mehr KWK als weniger.“

Zudem würde ein vermehrter Einsatz von KWKs gleichzeitig zur Optimierung der Stromübertragung beitragen, da sie in räumlicher Nähe zu Wärme-Lastzentren zum Einsatz kommen, wo auch entsprechend Strombedarf besteht. Darüber hinaus stabilisieren die hocheffizienten KWK-Anlagen auch das Stromübertragungsnetz – sie können bedarfsgerecht und vor allem auch schnell genau dann einspringen, wenn der regenerativ erzeugte Strom nicht bereit steht.

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Königstor 20
34117 Kassel
Tel.: +49 (0) 561 99858-0 
E-Mail: presse[at]wingas.de

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