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09.02.2010

Biogas: Sauber ins Netz

Neues Verfahren zur Aufbereitung von Biogas entwickelt | Aufbereitungsprozess wird durch PuraTreat R+ verbessert

Kassel. Bis 2020 sollen nach den Zielen der Bundesregierung jährlich sechs Milliarden Kubikmeter Biogas in das deutsche Erdgasnetz eingespeist werden. Um Biogas in die Erdgastransportnetze einspeisen zu können, muss es zuvor gereinigt werden. WINGAS, Wintershall und BASF haben dafür gemeinsam mit der Bilfinger Berger Industrial Service E.M.S. GmbH ein neues Verfahren zur effizienteren und kostengünstigeren Aufbereitung von Biogas entwickelt. Das dabei eingesetzte BASF-Waschmittel PuraTreatTM R+ wird gerade in den Markt eingeführt – zwei der europaweit größten Reststoffvergärungsanlagen in Schwedt und Zörbig bei Bitterfeld werden derzeit bereits mit dem neuen Verfahren ausgerüstet.
 
WINGAS hat für die Entwicklung von PuraTreat R+ auf die jahrelange Erfahrung im Gaskundengeschäft zurückgegriffen: „Wir unterstützen Stadtwerke und Regionalversorger bei der Entwicklung von Biogas-Projekten vor allem durch technische Konzepte sowie bei der Analyse und Bewertung von Projekten zur kraft-wärme-gekoppelten Verstromung des Biogases“, erklärt Thomas Böhlert, Leiter der zuständigen WINGAS-Verkaufsdirektion. Darüber hinaus unterstützt WINGAS Stadtwerke durch den Kauf und den Handel von Biogas. „Dies hilft, den langfristigen Absatz und die Wirtschaftlichkeit der Projekte zu sichern.“ WINGAS selbst betreibt keine eigenen Biogas-Anlagen. „Die Produktion von Biogas ist ein vorrangig regional geprägtes Geschäftsfeld, das mit Partnern vor Ort am effektivsten umgesetzt werden kann“, erklärt der WINGAS-Fachbereichsleiter.

Biogas besteht lediglich zu 50 bis 70 Prozent aus nutzbarem Methan, außerdem sind Kohlendioxid (CO2) und Schwefelwasserstoff (H2S) vorhanden, die in Gasgeräten zu starker Korrosion führen können. Das neu entwickelte Verfahren vereinfacht den Aufbereitungsprozess von Biogas merklich: PuraTreat R+ entfernt CO2 und H2S ohne messbaren Methanverlust. „Das eingesetzte Gaswaschmittel wird in diesen Verfahren im Kreis gefahren und behält im Vergleich zu bisherigen Produkten auch nach langem Gebrauch seine Wirkung. Außerdem kann es bei deutlich niedrigeren Temperaturen regeneriert werden als bei vergleichbaren Verfahren üblich“, erläutert Christian Riemann, Entwicklungsingenieur für Gaswäschetechnologien bei BASF. Thomas Böhlert ist vom Erfolg der Technologie überzeugt: „Der Einsatz von PuraTreat R+ vereinfacht den Anlagenbau, senkt die Kosten und sichert gleichzeitig die Gasbeschaffenheit.“

Die WINGAS GmbH & Co. KG ist als europäisches Energieunternehmen im Erdgas-Handel und -Vertrieb an Kunden in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, der Tschechischen Republik und Dänemark aktiv. Zu den Kunden gehören Stadtwerke, regionale Gasversorger, Industriebetriebe und Kraftwerke. In den Aufbau einer Erdgastransport- und Speicherinfrastruktur hat das Unternehmen seit 1990 mehr als 3 Milliarden Euro investiert. Das über 2.000 Kilometer lange Leitungsnetz der WINGAS TRANSPORT verbindet die großen Gasreserven Sibiriens und die Erdgasquellen in der Nordsee mit den wachsenden Absatzmärkten in Westeuropa. Im norddeutschen Rehden verfügt WINGAS über den größten Erdgasspeicher Westeuropas – mit einem Volumen von über vier Milliarden Kubikmetern Arbeitsgas – und ist am zweitgrößten Speicher Mitteleuropas in Haidach, Österreich, beteiligt. Zur sicheren Versorgung Europas mit Erdgas entstehen derzeit weitere Erdgasspeicher in Großbritannien und Deutschland.

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Königstor 20
34117 Kassel
Tel.: +49 (0) 561 99858-0 
E-Mail: presse[at]wingas.de

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