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11.08.2016

Das Energieeffizienzgesetz in Österreich

Wien/Kassel. Das am ersten Jänner 2015 in Kraft getretene österreichische Energieeffizienzgesetz (EEffG) bewegt seit seiner Einführung die Branche. Ende Juni diesen Jahres wurde die Richtlinienverordnung zum EEffG novelliert, wobei  neue Methoden in den Maßnahmenkatalog aufgenommen wurden. Die Aufnahme, und insbesondere eine zukünftige Weiterentwicklung von Maßnahmen sind notwendig, damit von dem Gesetz betroffene Akteure unter höchstmöglicher Planungs- und Rechtssicherheit die gesetzten Ziele erreichen können.

Lieferantenverpflichtung in Österreich
Warum ist das Gesetz so bedeutend für die Energiewirtschaft? Das EEffG ist die nationale Umsetzung einer entsprechenden EU-Richtlinie. Der österreichische Gesetzgeber hat sich dazu entschlossen, den Energielieferanten die Verantwortung dafür zu übertragen, durch die Nachweispflicht von Energieeffizienzmaßnahmen einen Beitrag zum Energiesparen zu leisten. Sie sind es, die die Maßnahmen bei sich selbst, ihren Endkunden oder anderen Energieverbrauchern setzen und bei der Monitoringstelle melden müssen. Für die betroffenen Unternehmen bedeutet das einen erheblichen Zeit- und Personalaufwand. Dieser Aufwand wird nochmals dadurch vergrößert, dass ausnahmslos mindestens 40 Prozent der Maßnahmen Privathaushalte betreffen müssen. Energielieferanten, die ausschließlich oder überwiegend Industriekunden beliefern, stellt das vor zusätzliche Herausforderungen: „Die Umsetzung des Gesetzes wäre für uns wesentlich einfacher handhabbar, wenn es eine verursachergerechte Regelung gäbe, die das Tätigkeitfeld des Energielieferanten berücksichtigt“, erläutert Hamead Ahrary, WINGAS-Chef Zentraleuropa.

Hoher Dokumentationsaufwand für Industrieunternehmen
Großunternehmen müssen laut EEffG ein externes Energieaudit oder ein zertifiziertes bzw. gleichwertiges Energie-/Umweltmanagementsystem einführen. Auch die geforderte Maßnahmendokumentation zum Nachweis der Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen erwies sich in der Praxis als sehr aufwendig. So sieht sich auch die Industriellenvereinigung angesichts des bereits aufgetretenen Problems durch eine bürokratische Umsetzung in einem sehr engen zeitlichen Rahmen in der stets geäußerten Kritik klar bestätigt. „Daran ändert auch die Ausweitung der Methoden und anerkannten Maßnahmen wenig. Wichtig wäre es, die Dokumentation und das Reporting an die Monitoringstelle zu vereinfachen, damit diese besser in die Geschäftsprozesse der einzelnen Unternehmen integriert werden können und der Aufwand minimiert wird“, führt Ahrary weiter aus.

Energieeffizienzgesetz
Mit dem am 1.1.2015 in Kraft getretenen Energieeffizienzgesetz verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, bis zum Jahr 2020 über die Lieferantenverpflichtung die Energieeffizienz um 20 Prozent zu verbessern und positive Impulse für die Wirtschaft zu setzen. Durch das EEffG wird das Recht der Europäischen Union umgesetzt (siehe Richtlinie 2012/27/EU zur Energieeffizienz). Mit dem Thema Energieeffizienz und der entsprechenden Gesetzgebung beschäftigen sich auch die IIR-Energietage am 15. und 16. September, bei denen auch Hamead Ahrary über den globalen Anspruch und die regionale Wirklichkeit von Erdgas sprechen wird.

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Königstor 20
34117 Kassel
Tel.: +49 (0) 561 99858-0 
E-Mail: presse[at]wingas.de

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