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22.04.2015

Der Weg ins Jahr 2030

Die Energieeffizienzziele der EU in Großbritannien

Kassel/ Richmond. Sollte die EU ihre Energieeffizienzziele bis 2030 erreichen, wird Großbritannien hierbei einen wichtigen Beitrag geleistet haben. Ein möglicher Weg zur Umsetzung der Ziele ist es, auf Mikro-Ebene Unternehmen die Führung übernehmen zu lassen, und gleichzeitig eine Kombination aus Erneuerbaren und ökologischen Brennstoffen auf Makro-Ebene zu fördern.

Im Oktober letzten Jahres unterstrich die Europäische Union ihre Zusage, den Klimawandel anzugehen, indem neue und ehrgeizige Energieeffizienzziele vorgegeben wurden, die alle Mitgliedsstaaten bis 2030 erreichen sollen. Diese Ziele sind klar definiert: Reduktion der Treibhausgase um mindestens 40 Prozent im Vergleich zu 1990, eine europaweit bindende Zielmarke von mindestens 27 Prozent für den Anteil erneuerbarer Energien in der Energiebilanz und eine Verbesserung der Energieeffizienz von mindestens 27 Prozent. Diese Energiebilanzziele bauen auf den 2020-Zielen der EU auf und sollen die Umwelt für künftige Generationen sichern. Damit rückt auch die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen ins Zentrum der europäischen Politik.

Vorbildfunktion
Großbritannien kann bereits deutliche Fortschritte bei der Verbesserung der Energieeffizienz im Rahmen der 2020-Ziele vorweisen. 2014 lag die Energieintensität 23 Prozent unter dem EU-Durchschnitt und obwohl sich das Bruttoinlandsprodukt in Großbritannien seit 1980 verdoppelt hat, ist der Energieverbrauch bei gleichzeitig steigender Effizienz seit 1980 weitgehend gleich geblieben.

Diese Fortschritte sind teilweise auf Regierungsinitiativen auf der Mikro-Ebene zurückzuführen. Unternehmen werden über finanzielle Anreize angehalten, energieeffizient zu arbeiten. So profitieren energieintensive Industriebetriebe beispielsweise von Steuererleichterungen, wenn sie die in den  Klimaänderungsvereinbarungen festgelegten Energieeffizienzziele erreichen.

Mit solchen Anreizsystemen konnte ein beachtlicher Fortschritt erzielt werden. Die Zahlen sprechen für sich: In vergangenen sieben Jahren ist der Energieverbrauch gesunken. Durch die nun formulierten noch ehrgeizigeren Ziele, muss allerdings noch mehr dafür getan werden. Das stellt Großbritannien und Europa vor zwei unterschiedliche Herausforderungen.

Der schwierige Teil
Erstens ist eine Senkung des Energieverbrauchs im Vergleich zu anderen Maßnahmen schwieriger umzusetzen, beispielsweise sind Installationen moderner Heizanlagen oder neue Wärmedämmung bereits weitgehend umgesetzt. Zweitens wollen die Unternehmen weitere Eingriffe durch die Regierung vermeiden. Dies hat zur Folge, dass andere Institutionen die Verantwortung für das Erreichen der 2030-Ziele übernehmen müssen.

Energieverbrauchsdaten könnten hier eine zentrale Rolle spielen. Die Verfügbarkeit und Genauigkeit dieser Daten hat sich in den vergangenen zehn Jahren erheblich verbessert. Die Verbraucher erwarten nun, dass ihre Energieversorger ihnen diese Daten zur Verfügung stellen, sodass sie ihren Verbrauch wesentlich effektiver analysieren und managen können und somit die Effizienz verbessern und – was noch attraktiver ist – ihre Kosten senken können. Eine enge Kundenbindung kann Energieversorgern helfen, Energieeffizienz mit einzelnen Unternehmen voranzutreiben. Ein Eingreifen durch die Regierung mit dem Ziel internationale Vorgaben zu erreichen, kann dadurch vermieden werden.

Starke Partnerschaft
WINGAS UK arbeitet eng mit ihren Kunden zusammen und versorgt sie dabei mit diesen wichtigen Daten zur Effizienzerreichung. Ian Woods, Leiter Business und Corporate Development bei WINGAS UK führt dazu aus: „Unser Ziel ist es, unseren Kunden den bestmöglichen Service anzubieten.

Dazu gehört die Verfügbarkeit korrekter und aktueller Informationen über den eigenen Gasverbrauch für unsere Kunden. Auf der Grundlage dieser Daten können die Verbraucher dann eine Entscheidung im Hinblick auf ihren Energieverbrauch treffen. Und wir sind immer bereit, sie bei der Wahl der effektivsten Strategie zu beraten und ihnen zu helfen, die Effizienz zu verbessern.“

WINGAS UK setzt dieses Angebot erfolgreich um: In den vergangenen 18 Monaten unterstützte das Unternehmen beispielsweise Edgbaston Cricket Ground bei der Entwicklung einer Strategie, um das energieeffizienteste Sportstadion im Land werden zu können.

Dies erforderte beispielsweise die Implementierung eines Gebäudemanagements für das gesamte Stadion. Die neue Technik ermöglicht ein sorgfältiges Monitoring und Steuern der energieverbrauchenden mechanischen und elektrischen Anlagen, und auch die Temperatur wird effektiver gesteuert und die Anforderungen an den Technikraum reduziert.

Zusätzlich wird durch ein Blockheizkraftwerk Erdgas effizient und nachhaltig eingesetzt. Außerdem sollen bis 2020  Solar-Module installiert werden. Mithilfe von moderner Technologie und erneuerbaren Energien ist Edgbaston auf gutem Weg, die gesteckten Ziele zu erreichen.

Dieses Beispiel zeigt, dass die Zielvorgaben erfolgreich umgesetzt werden können. Dafür müssen jedoch sektorübergreifend weitere Unternehmen diesem Beispiel folgen und Energiesparmaßnahmen in die Tat umsetzen.

Mit Effizienzsteigerung alleine sind die 2030-Ziele nicht zu schaffen – auch die Stromerzeugung muss überdacht werden. Erneuerbare Energien müssen hier eine Schlüsselrolle spielen, weil mit ihnen Strom ohne CO2-Emissionen produziert werden kann. Allerdings kann damit nicht der gesamte Energiebedarf gedeckt werden.

Natürlich besser
Der Fokus sollte daher auf sauberen saubereren fossilen Energieträgern liegen. Eine aktuelle WINGAS-Studie, die vom Institut für Energie und Umweltforschung erstellt wurde, kommt zum Ergebnis, dass Erdgas 50 Prozent weniger CO2 pro Kilowattstunde produziert als Kohle. Dies zeigt die Bedeutung von Erdgas bei der Erreichung der 2030-Ziele in Großbritannien.

Den sauberen Energiemix muss die Regierung auf Makro-Ebene fördern. Ian Woods ergänzt: „Erdgas ist der vielseitigste fossile Brennstoff und wird wesentlich zur Energiewende beitragen. Mit Gesetzen, die einen Anreiz für die Nutzung sauberer fossiler Brennstoffe schaffen, könnten CO2-Emissionen auf eine erschwingliche Art und Weise reduziert werden.“

Die 2030-Ziele sind zu Recht ehrgeizig. Doch wenn sie erreicht werden, hat Großbritannien einen signifikanten Beitrag zum Schutz unseres Planeten geleistet. Dazu ist eine ausgewogene Balance von Maßnahmen auf Mikro- und Makro-Ebene nötig ohne zusätzliche bürokratische Hürden.

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E-Mail: presse[at]wingas.de

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