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22.08.2016

„Die Brennstoffzelle ist eine saubere Sache“

Kassel. Die Stadtwerke Aachen (STAWAG) haben im Rahmen eines von WINGAS geförderten Brennstoffzellen-Feldversuchs ein BlueGen-Brennstoffzellengerät in einem Mehrgenerationenhaus betrieben. Nach Abschluss des Projekts hat der Eigentümer Martin Pieren die Brennstoffzelle übernommen und nutzt sie nun in Eigenregie. Im Interview erläutert er, welche Vorteile das System für ihn hat und was er sich in Zukunft von dem Gerät erhofft.

Wie sind Sie auf die Technologie aufmerksam geworden?
Die STAWAG sind im Rahmen eines Feldtests auf mich zugekommen. Ich hatte bereits zuvor an einem Pilotprojekt der STAWAG teilgenommen und ein älteres Brennstoffzellen-Modell im Heizungskeller installiert. Da ich mich für neue Technologien interessiere, war ich gerne bereit, erneut an einem Feldversuch teilzunehmen. Außerdem war ich neugierig, was die BlueGen leistet und wie sie mit dem Energieträger Erdgas umgeht.

Was hat sich durch die Nutzung der Brennstoffzelle verbessert?
Die Brennstoffzelle lief ja rund um die Uhr und über zwei Jahre wurde der erzeugte Strom ins Stromnetz eingespeist und vergütet. Zudem unterstützte die von der Brennstoffzelle produzierte Wärme die Warmwasserbereitung. Dadurch konnte der Bedarf von allen im Haus lebenden Personen gedeckt werden. Das ist schon eine tolle Sache.
 
Welche Energiekosteneinsparungen konnten Sie erzielen?
In der Testphase belief sich die Kostenersparnis auf rund 400 Euro pro Jahr.

Was hat Sie an der Brennstoffzellentechnologie besonders beeindruckt?
Die Technik ist mittlerweile sehr ausgereift. Das Gerät arbeitet absolut zuverlässig und liefert konstant Strom und Wärme. So kann ich mich durch den Einsatz der Brennstoffzelle auch ein Stück weit unabhängiger von den stetig steigenden Energiepreisen machen. Das ist schon ein großer Vorteil.

Wie fällt Ihr Fazit nach zwei Jahren Laufzeit aus?
Ich kann ein sehr positives Fazit ziehen. Es war eine absolut saubere Sache, von der Planung bis zur Umsetzung. Die Zusammenarbeit verlief reibungslos und für mich haben sich durch den Betrieb der Brennstoffzelle keine Einschränkungen ergeben – außerdem sieht mein Heizungskeller im Vergleich zu früher sehr ordentlich aus. 

Was wünschen Sie sich noch von der Brennstoffzellen-Technologie?
Die Technologie wird sich weiter entwickeln. Ich erwarte und wünsche mir noch leistungsfähigere Geräte, die noch haltbarer sind. Außerdem wäre es schön, wenn irgendwann keine zweite Heizung mehr nötig ist, sondern allein die Brennstoffzelle die Energieversorgung sicherstellen kann. Ich bin aber überzeugt, dass in Zukunft verstärkt Contractinglösungen angeboten werden und so die Energie über quartiersbezogene Smart Grids bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt werden kann. 

Ihr Kontakt

Königstor 20
34117 Kassel
Tel.: +49 (0) 561 99858-0 
E-Mail: presse[at]wingas.de

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