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05.05.2015

Energiewende konsequent an Klimaschutzzielen ausrichten

WINGAS-Geschäftsführer Ludwig Möhring: „Integrierte Lösungen müssen auch Wirtschaftlichkeit im Blick behalten“

Düsseldorf/Kassel. „Die Energiewende steht an einer Weggabelung: Der begrüßenswerte Ausbau der erneuerbaren Energien geht einher mit ungelösten Fragen zur Bezahlbarkeit, zur Versorgungssicherheit und – paradoxerweise – mit der Erreichung der Klimaschutzziele für 2020“, erklärte Ludwig Möhring, WINGAS-Geschäftsführer, verantwortlich für den Vertrieb, jetzt auf der Jahreskonferenz „Stadtwerke 2015“ in Düsseldorf. „Denn die CO2-Einsparziele werden mit Sicherheit verfehlt, falls nicht zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden.“ Dabei werde jedoch nur eine konsequent am Klimaschutz und den damit verbundenen Kosten ausgerichtete Neugestaltung der Energieversorgung langfristig von den Bürgern mitgetragen. Möhring: „Die Euphorie im Zusammenhang mit der Energiewende ist weitgehend verflogen – das bekommen wir auch direkt von zahlreichen Stadtwerkskunden aus dem gesamten Bundesgebiet widergespiegelt.“ Mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent gehört WINGAS zu den größten Erdgasversorgern in Deutschland.

„Aus Sicht der Energiewende und des Koalitionsvertrages ist die Umsetzung des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 des Bundesumweltministeriums daher nur konsequent“, betonte Möhring vor Vertretern aus Wirtschaft und Politik. „Die darin enthaltene Reduzierung der CO2-Emissionen um 22 Millionen Tonnen pro Jahr im Stromsektor hat nun eine längst überfällige Diskussion angestoßen, die jedoch hinsichtlich der wirtschaftlichen Implikationen behutsam und mit Augenmaß zu führen ist: Der Weg der konventionellen Stromerzeugung in eine CO2-arme Welt.“ Die moderne Stromerzeugungslandschaft des 21. Jahrhunderts müsse auch mit Blick auf Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit die erneuerbare mit der konventionellen Stromerzeugung verbinden. Möhring: „Nur mit dieser integrierten am Klimaschutz und dessen Kosten ausgerichteten Schwerpunktsetzung erhält sich die Energiewende ihre innere Rechtfertigung und Glaubwürdigkeit als ein mögliches Erfolgsmodell für andere Volkswirtschaften.“

Prominentes Beispiel ist die Kraftwärmekopplungs-Technologie (KWK): „Hier zeigt sich die Regierung beim KWK-Ausbau bislang erstaunlich zurückhaltend“, so der WINGAS-Vertriebschef. „Dabei liegt die finanzielle Förderung mittels KWK-Umlage bei derzeit unter 500 Millionen Euro und damit unterhalb des maximalen Förderbetrags von 750 Millionen Euro im Jahr.“ Sicherlich sei die vorgeschlagene Fokussierung auf klimaschutzorientierte Förderung für hocheffiziente gasbetriebene KWK-Anlagen sinnvoll; der nun im Rahmen der KWKG-Novellierung erwogene Bezug des 25-Prozent-Ziels nur auf den konventionellen Kraftwerkspark bedeute aber schlicht eine Reduzierung der KWK-Ziele in Deutschland. „Dabei bietet der Ausbau der KWK eine große Chance, die nachhaltige Dekarbonisierung der Energielandschaft zu forcieren, zusätzliche grundlastfähige Stromkapazität zu schaffen und die Stromnetze aufgrund der dezentralen Stromversorgung zu entlasten“, erklärte Möhring. „Warum wird die Diskussion um die KWK-Ausbauziele und die angemessene KWK-Förderung nicht in den Gesamtkontext von CO2-Reduzierung im Strommarkt, der Sicherstellung der Versorgungssicherheit und den damit verbundenen Kosten im Vergleich mit anderen Alternativen eingebunden?“, so Möhring bei seinem Auftritt in Düsseldorf. 

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34117 Kassel
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E-Mail: presse[at]wingas.de

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