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07.09.2016

Erdgas rückt wieder in den Fokus

Auf dem deutschen Energiekongress in München diskutiert die Branche über den zukünftigen Energiemix und effektiven Klimaschutz.

München. Mehr Sachlichkeit, weniger Ideologie: Nachdem Erdgas in den vergangenen Jahren einen zunehmend schweren Stand in der allgemeinen Diskussion über den Energiemix der Zukunft hatte, rückt der Energieträger wieder sichtbar in den Fokus. Das wurde in den Vorträgen und Gesprächen beim 11. Deutschen Energiekongress in München deutlich.

Ob Dekarbonisierung, Energiewende, Sektorkopplung – nach der alleinigen Konzentration der deutschen Energiewende auf die erneuerbaren Energien, ohne dass die CO2-Emissionen auch tatsächlich gesunken sind, scheint nun die Erkenntnis zu reifen, dass Erdgas beim Erreichen der Klimaschutzziele helfen kann. „Endlich fangen wir an, ernsthaft darüber zu diskutieren, wie wir zu geringeren CO2-Emissionen kommen – und das am besten so günstig und so effizient wie möglich“, erklärte Gerhard König auf dem Branchentreff. „Denn das eigentliche Ziel der Energiewende ist die CO2-Reduzierung. Und das haben wir bislang nicht geschafft.“

Unter dem Motto „Dekarbonisierung – Ziele und Herausforderungen“ diskutierte der WINGAS-Geschäftsführer mit Patrick Graichen vom Berliner Think-Tank Agora Energiewende, Bernd-Uwe Haase, Kaufmännischer Geschäftsführer der Mitteldeutschen Braunkohle Gesellschaft (Mibrag), Matthias Hartung, Vorstandsvorsitzender der RWE Generation SE und RWE Power AG, und Ralf Sikorski von der IG BCE. Vor allem die Zukunft der Kohle im Energiemix wurde in der Runde heftig diskutiert.

„Die Energiewirtschaft braucht einen eigenen Kohlekonsens“, formulierte Agora-Vordenker Graichen seine Forderung an die Branche. „Nicht nur aus Klimaschutzgründen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen. Denn kein Kraftwerk verdient Geld und eigentlich müsste eine Marktbereinigung anstehen – stattdessen schaut jeder auf den Anderen, wer länger durchhält. Das ist unverantwortlich.“ Mibrag-Geschäftsführer Haase warnte hingegen, dass ein Ersatz von Kohle durch Gas höhere Strompreise verursachen würde. „Das muss man den Stromkunden dann auch sagen.“ Er plädierte dafür, nicht nur auf die Braunkohle zu achten, auch andere Bereiche müssten CO2 einsparen.

Einer Position, der König widersprach: „Wenn wir die Klimabeschlüsse von Paris wirklich ernst nehmen wollen, dann können wir nicht so weiter machen wie bisher. Wir müssen CO2 sparen. Und das funktioniert mit Kohle nicht. Bezogen auf den Kohlenstoffgehalt liefert Erdgas mehr Energie als die anderen konventionellen Energieträger und emittiert etwa 50 Prozent weniger CO2 pro kWh als Stein- oder Braunkohle. Der zukünftige Energiemix wird daher ein Mix sein aus erneuerbaren Energien und Erdgas.“

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E-Mail: presse[at]wingas.de

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