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24.06.2010

"Frische Daten für geologisches Kartenmaterial entlang der OPAL"

WINGAS kooperiert beim OPAL-Bau mit drei Universitäten | Pipelinebau ist einzigartige Gelegenheit für Geologen und Ingenieure

Kassel/Greifswald/Berlin/Freiberg. Insgesamt drei Hochschulen profitieren jetzt vom Bau der Erdgasleitung OPAL: Neben Berlin und Freiberg hat nun auch die Universität Greifswald einen Kooperationsvertrag mit WINGAS geschlossen, der eine wissenschaftliche Begleitung der OPAL-Bauarbeiten vorsieht. Der Kanzler der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald, Dr. Wolfgang Flieger, und Prof. Reinhard Lampe vom Institut für Geographie und Geologie sowie Hans-Georg Egelkamp, OPAL-Projektleiter der WINGAS, und Trasseningenieur Holger Illian unterzeichneten heute einen entsprechenden Vertrag. WINGAS genehmigt damit wissenschaftlichen Mitarbeitern der Universität Greifswald, in Mecklenburg-Vorpommern entlang der gesamten Erdgas-Leitungstrasse Bodenproben zu entnehmen, sowie den Rohrgraben fotografisch zu dokumentieren. Zudem unterstützt das Unternehmen die Forschungsarbeiten finanziell. Diese werden von Dr. Sebastian Lorenz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Geographie und Geologie der Universität Greifswald und vom Geologischen Dienst des Landes Mecklenburg-Vorpommern unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf-Otto Niedermeyer durchgeführt. Die Vertragspartner besiegeln damit auch schriftlich die Zusammenarbeit, die bereits seit Beginn der Grabungen läuft. "Wir arbeiten Hand in Hand", erklärt Projektleiter Egelkamp erfreut, "das ist im Sinne eines reibungslosen Baufortschritts besonders wichtig."

Wo bisher nur in einzelnen Bohrungen punktuelle Untersuchungen möglich waren, können die Geologen im Pipelinegraben nun einen durchgängigen Nord-Süd-Schnitt durch das Land Mecklenburg-Vorpommern dokumentieren. Prof. Reinhard Lampe erwartet davon einen wissenschaftlichen Durchbruch. Das vorhandene Kartenmaterial sei zwanzig bis vierzig Jahre alt und bedarf einer kontinuierlichen Neubearbeitung. Das wird durch die neuen Erkenntnisse nun erreicht: "Schon jetzt können wir sagen, dass die Karten des Landes abschnittsweise neu gezeichnet werden müssen."
 
Auch die Forscher des Fachgebiets Explorationsgeologie an der Technischen Universität Berlin haben bereits einen vergleichbaren Kooperationsvertrag mit WINGAS geschlossen. Prof. Dr. Wilhelm Dominik und die wissenschaftlichen Mitarbeitern Dr. Olaf Juschus sowie Dr. Robert Bussert sind seit Beginn der Bauarbeiten in Brandenburg den Hinterlassenschaften des Quartär, dem letzten Eiszeitalter, auf der Spur. Hans-Georg Egelkamp freut sich über das Engagement der Explorationsgeologen: "Dr. Juschus gilt als der Quartär-Experte in Brandenburg. Er arbeitet mit großer Begeisterung angesichts der Möglichkeit, in diesem Bundesland den gesamten drei Meter tiefen Graben für die OPAL untersuchen zu können." Die Wissenschaftler sind überzeugt, durch sedimentologische Untersuchungen der im Pipeline-Graben zugänglichen Ablagerungen wichtige Erkenntnisse zur jüngeren Landschafts- und Klimageschichte Brandenburgs gewinnen zu können.

An den Bauarbeiten selbst zeigten sich die angehenden Ingenieure der Bergakademie Freiberg höchst interessiert. Seit vergangenem Jahr gilt auch mit der Technischen Universität in Sachsen ein Kooperationsvertrag. Bisher fanden in diesem Zusammenhang zwei Arbeitsexkursionen und mehrere Vorträge statt. "Die Dimensionen des Projektes und die bautechnischen Herausforderungen bieten den Studierenden eine einmalige Gelegenheit, theoretisch erlerntes Wissen durch berufsrelevante Praxiserfahrung zu erweitern", sagt Prof. Bernd Meyer, Rektor der renommierten Hochschule. Dieses Konzept geht laut Hans-Georg Egelkamp bestens auf: "Wir verzeichnen einen großen Andrang der Studierenden, die sich intensiv, zum Teil auch in Arbeitspapieren, mit den Bauarbeiten auseinandersetzen." Im Sommer erwarten die Ingenieure an der Trasse Besuch aus Kanada: Austauschstudenten aus Alberta werden dann gemeinsam mit ihren Freiberger Kommilitonen die Baustelle besichtigen.
Die OPAL führt von Lubmin aus östlich an Berlin vorbei und quert im Erzgebirge dann die deutsch-tschechische Grenze. Insgesamt überwindet die OPAL in ihrem Leitungsverlauf einen Höhenunterschied von 700 Metern. Unter anderem kreuzt die OPAL die Peene in Mecklenburg-Vorpommern, die Elbe in Sachsen sowie die Autobahn A12 östlich von Berlin und die Autobahn A4 zwischen Chemnitz und Dresden. Die 470 Kilometer lange Leitung wird aus 18 Meter langen Einzelrohren zusammengesetzt, die jeweils 15 Tonnen wiegen. WINGAS errichtet die Erdgasleitung OPAL gemeinsam mit der E.ON Ruhrgas AG, die einen Anteil von 20 Prozent an der OPAL hält. Den Netzbetrieb der Anschlussleitung wird die OPAL NEL TRANSPORT GmbH übernehmen. Die Gesellschaft ist ein Unternehmen der WINGAS-Gruppe.
 
Die WINGAS GmbH & Co. KG ist als europäisches Energieunternehmen im Erdgas-Handel und -Vertrieb an Kunden in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, der Tschechischen Republik und Dänemark aktiv. Zu den Kunden gehören Stadtwerke, regionale Gasversorger, Industriebetriebe und Kraftwerke. In den Aufbau einer Erdgastransport- und Speicherinfrastruktur hat das Unternehmen seit 1990 mehr als 3 Milliarden Euro investiert. Das über 2.000 Kilometer lange Leitungsnetz der WINGAS TRANSPORT verbindet die großen Gasreserven Sibiriens und die Erdgasquellen in der Nordsee mit den wachsenden Absatzmärkten in Westeuropa. Im norddeutschen Rehden verfügt WINGAS über den größten Erdgasspeicher Westeuropas - mit einem Volumen von über vier Milliarden Kubikmetern Arbeitsgas - und ist am zweitgrößten Speicher Mitteleuropas in Haidach, Österreich, beteiligt. Zur sicheren Versorgung Europas mit Erdgas entstehen derzeit weitere Erdgasspeicher in Großbritannien und Deutschland.

Die OPAL NEL TRANSPORT GmbH übernimmt für die Erdgasfernleitung OPAL die Aufgaben des Netzbetreibers. Sie ist Teil der WINGAS-Gruppe. Es ist vorgesehen, dass die OPAL mit dem Erdgasfernleitungsnetz der WINGAS TRANSPORT verbunden wird. www.opal-pipeline.de

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