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23.10.2009

Gemeinsam mehr Versorgungssicherheit

Verbindungen zwischen den nationalen Netzen stärken die Versorgungssicherheit in ganz Europa | WINGAS TRANSPORT bekräftigt Gesprächsangebot an polnische Netzbetreiber

Warschau. Die Erdgas-Transportgesellschaft WINGAS TRANSPORT treibt die Integration der europäischen Erdgasnetze weiter voran: Das Unternehmen hat das Angebot, das polnische mit dem westeuropäischen Erdgassystem über die deutsch-polnische Grenze zu verbinden, jetzt auf einer Energiekonferenz in Warschau bestätigt und weiter konkretisiert. WINGAS TRANSPORT hatte der staatlichen polnischen Erdgasgesellschaft PGNiG im Mai 2007 den Vorschlag unterbreitet, sich mit einer direkten Anbindung an der nahe der Grenze verlaufenden Erdgasleitung OPAL an das westeuropäische Versorgungssystem anzuschließen. Dadurch könnte Polen Erdgas aus dem Westen – z. B. aus der Nordsee – bis nach Polen transportieren. Hierzu müssten einige Kilometer noch fehlende Pipeline über die deutsch-polnische Grenze hinweg verlegt werden. Die OPAL soll Ende 2011 in Betrieb gehen.
 
Gespräche über Interkonnektoren

Ergänzend hierzu bietet WINGAS TRANSPORT an, auch Gespräche über so genannte Interkonnektoren, zum Beispiel direkt an der Grenze in Mallnow an der Jamal-Europa-Pipeline, aufzunehmen. Im Einzugsbereich der Übergabe- und Verdichterstation Mallnow könnte durch technische Baumaßnahmen der physische Gasfluss, der bislang ausschließlich in Ost-West-Richtung verläuft, so umgebaut werden, dass bei Bedarf auch Erdgas in die umgekehrte Richtung West-Ost transportiert werden kann. Dies erfordert jedoch größere Baumaßnahmen und insbesondere eine vorherige detaillierte Abstimmung der Netzbetreiber.

Absicherung in Havariefällen
 
„Interkonnektoren zwischen den Netzen werden immer wichtiger. Denn mit der Anzahl der Interkonnektoren in Europa wächst die Robustheit der Netze und somit die Versorgungssicherheit“, sagte Dr. Gerhard König, Sprecher der Geschäftsführung der WINGAS, am 23. Oktober 2009 auf der Konferenz „Energiesicherheit in der Europäischen Union“ in Warschau. Eine solche neue Netzverbindung an der Jamal-Europa-Leitung könnte in Havariefällen die Notversorgung für Polen vom Westen aus absichern, betonte der Geschäftsführer der WINGAS, zu der der Netzbetreiber WINGAS TRANSPORT gehört. Netzverbindungen zwischen dem polnischen Netz und den Netzen der Nachbarländer gelten auch als eine Grundvoraussetzung, um den „Energie-Inselstatus“ der drei Baltischen Republiken aufzulösen. Denn nur wenn Polen sich an das westeuropäische Netz anschließt, können die drei baltischen Staaten aus Westeuropa Gas im Transit über Polen beziehen. „Wir rechnen mit politischer Rückendeckung aus Berlin und Warschau, wenn Polen das Konzept eines neuen Interkonnektors in Brüssel der EU-Kommission vorstellt“, erklärte König.

Der polnische Premierminister Tusk gab kürzlich bei der Vorstellung der Entwicklungsstrategie „Polen 2030“ bekannt, dass er zur Stärkung der Energiesicherheit seines Landes Polen an benachbarte Gasnetze schnellstmöglich anbinden will. Die Bundesregierung unterstützt dieses Ansinnen und will bei der Verbindung der Gasnetze beider Länder helfen.

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Königstor 20
34117 Kassel
Tel.: +49 (0) 561 99858-0 
E-Mail: presse[at]wingas.de

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