Presseservice der wingas.

Immer aktuell informiert

28.11.2017

„Intelligenter Energiemix statt Vollelektrifizierung“

Hamead Ahrary, Leiter Zentraleuropa bei WINGAS, auf der Handelsblatt-Jahrestagung in Wien zur Entwicklung des österreichischen Wärmemarktes

Wien/Kassel. Seit über 20 Jahren ist die Handelsblatt-Tagung in Wien einer der wichtigsten Treffpunkte für die österreichische Energiebranche. Auch in diesem Jahr kamen im Rahmen der Konferenz Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien Österreichs zusammen, um über die aktuelle Situation und die kommenden Entwicklungen zu diskutieren. Wie in den anderen europäischen Ländern auch treiben Themen wie Transformationsprozesse, Energieeffizienz, Sektorenkopplung und Digitalisierung die Marktteilnehmer um.

In den Diskussionen zur Entwicklung des Wärmemarktes – „Wie heizt Österreich in 10, 20, 30 Jahren“ – warb Hamead Ahrary, Leiter der WINGAS in Österreich, vor allem für Pragmatismus – und eine sinnvolle Kombination aus fossilen und regenerativen Energien. Rund 30 Prozent des jährlichen österreichischen Endenergieverbrauches von über 300 TWh werden für Raumwärme und die Bereitstellung von Warmwasser aufgebracht. „Damit bietet der Wärmemarkt zwar ein großes Potential für die Einsparung von Energie“, erklärte Ahrary zu Beginn seines Vortrages. Jedoch sei der Ausstoß von Treibhausgasen im Wärmemarkt in den vergangenen Jahren bereits deutlich gesunken und stehe mittlerweile nur noch für zehn Prozent der österreichischen Treibhausgasemissionen.

„Das heißt nicht, dass wir im Wärmemarkt nichts mehr machen müssen, aber wir sollten die Maßnahmen sinnvoll und vernünftig wählen“, betonte Ahrary. „Eine Vollelektrifizierung des österreichischen Wärmemarktes ist extrem teuer und aufgrund der zahlreichen, noch offenen Fragen unrealistisch. Selbst eine Umstellung des Wärmesektors bis 2050 auf 100 Prozent regenerative Energieträger wird nach Studien renommierter österreichsicher Institute nicht funktionieren. Zwar wird auch Erdgas nicht ganz allein die Wärmewende bewerkstelligen können, es wird jedoch aufgrund seiner zahlreichen Einsatzmöglichkeiten und der guten CO2-Bilanz einen wichtigen Beitrag leisten. Daher müssen beim Umbau der Energielandschaft und somit auch des Wärmesektors erneuerbare und konventionelle Energien Hand in Hand gehen.“

Zunächst einmal müsse das Anreizsystem verbessert werden, um einen höheren Grad der thermischen Sanierung zu erzielen. Denn schließlich sei Österreich mit einer Sanierungsrate von unter einem Prozent weit unter den selbst gesteckten Zielen. „Darüber hinaus sind 35 Prozent aller Heizungskessel in Österreich älter als 20 Jahre – es können ohne weiteres signifikante CO2-Emissionen gespart werden, wenn neue und innovative Technik eingesetzt werden würde. Genau an solchen Stellschrauben müssen wir ansetzen, wenn wir schnell und effektiv Klimaschutz im Wärmemarkt betreiben wollen, und das geht nicht ohne Erdgas“, führte Ahrary aus.

Ihr Ansprechpartner

Nicholas Neu
Königstor 20
34117 Kassel
Tel.: +49 (0) 561 99858-3350
E-Mail: presse[at]wingas.com

Ihre Ansprechpartnerin

Daniela Rechenberger
Königstor 20
34117 Kassel
Tel.: +49 (0) 561 99858-3350
E-Mail: presse[at]wingas.com 

Ihre Ansprechpartner

Nicholas Neu
Königstor 20
34117 Kassel
Tel.: +49 (0) 561 99858-3350
E-Mail: presse[at]wingas.com

Daniela Rechenberger
Königstor 20
34117 Kassel
Tel.: +49 (0) 561 99858-3350
E-Mail: presse[at]wingas.com