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05.02.2018

,Koalitionsvertrag braucht Technologieoffenheit ‘‘

Essen/Kassel. Mit Blick auf die energie- und klimapolitischen Vorhaben bei den Koalitionsverhandlungen fordert WINGAS-Geschäftsführer Ludwig Möhring Technologieoffenheit: ,,Die künftige Koalition wirft relevante Themen auf, wenn sie bei der Erreichung der Klimaschutzziele neben der Umweltverträglichkeit auch Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit betont. Skepsis ist aber angebracht; denn das Papier selbst befasst sich dann vor allem mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und dem Netzausbau – viel wichtiger wäre es aber, die Integration von Erneuerbaren Energien und konventionellen Energieträger, insbesondere Gas, als Lösungspfad auszurufen‘‘, betonte er auf dem Führungstreffen Energie während der Diskussionsrunde ,,Energie Mix für die Zukunft". Das Führungstreffen eröffnete am 5. Februar die größte deutsche Energiefachmesse „E-World Energy & Water 2018“, die vom 6. Bis 8. Februar mehr als 700 Aussteller und 25.000 Fachbesucher nach Essen zieht.

Mit den Vereinbarungen der Koalitionsverhandlungen wollen Union und SPD künftig eine Kommission einsetzen, die einen Plan für eine Reduzierung der CO2 -Emissionen in der Energieerzeugung erarbeiten soll. ,,Die zentrale Frage, die sich diese Kommission jetzt stellen muss, ist Folgende: Wie können wir erneuerbare Energien und CO2-arme konventionelle Energieträger integrierten und kosteneffiziente Maßnahmen schaffen – insbesondere im Wärme- und Mobilitätssektor?‘‘, so Möhring in der Podiumsdiskussion mit Vertretern vom Umweltbundesamt und der RWE Power AG. ,,Dann könnte eine Sektorenkoppelung geschaffen werden, die den Klimaschutz im Auge behält und nicht ausschließlich auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien ausgerichtet ist.‘

‘Mit der Energiewende habe Deutschland bislang viel für den Ausbau der Erneuerbaren Energien erreicht, so Möhring weiter. ,,Aber die selbst gesteckten Klimaziele für 2020 werden wir klar verfehlen.‘‘ Dies sei kein Zufall, sondern die Konsequenz der einseitigen Fokussierung auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien und den Stromsektor – dabei sei der ganzheitliche Blick auf den Klimaschutz unter die Räder geraten.

Es gebe jedoch mehrere Studien, die deutlich aufzeigen, dass auch in Zukunft Gas und Strom gebraucht werden. ,,Eine Energiewende, die nur auf Strom setzt, ist vermutlich unrealistisch und mit Sicherheit unnötig teuer“, so Möhring. ,,Wenn wir eine kostengünstige und klimaschonende Wärmeversorgung wollen, führt an Gas kein Weg vorbei.‘‘

Die neue Regierung in Berlin müsse die Chance ergreifen, die Energiewende ernsthaft am Klimaschutz auszurichten – und zwar auch kurzfristig; denn für das 2-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens ist das globale CO2-Budget für dieses Jahrhundert bereits in den 30er Jahren erschöpft, wenn die Welt nicht die CO2-Emissionen reduziert.

Beim Führungstreffen Energie diskutieren Experten aus der europäischen und deutschen Energie- und Industriewirtschaft, Wissenschaft und Politik unter dem Motto ,,Perspektiven für die Energiewelt von morgen“ in Essen.

Mehr Informationen zum Kongress unter www.e-world-essen.com/de/kongress.

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34117 Kassel
Tel.: +49 (0) 561 99858-3350
E-Mail: presse[at]wingas.de

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