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06.02.2017

„Mainstream der Elektrifizierung ist eine Falle“

Essen. „Deutschland will Vorreiter in Sachen Klimaschutz sein, hat aber bei der CO2-Reduzierung bislang nichts erreicht“, sagte WINGAS-Vertriebsgeschäftsführer Ludwig Möhring auf dem „Führungstreffen Energie“ bei der E-World in Essen im Rahmen der Diskussionsrunde „Die Branche im Dialog mit der Politik: Wie kann die Dekarbonisierung der Energieversorger gelingen?“.

„Wir sind in einer Falle: Alles was mit erneuerbaren Energien zu tun hat, gilt als gut. Alles was mit fossilen Energien zu tun hat, als schlecht. Dekarbonisierung wird derzeit von der Politik pauschal mit dem Ausbau erneuerbarer Energien gleichgesetzt, so dass konventionelle Energieträger nicht mehr auf der politischen Agenda stehen“, so Möhring weiter.

Doch eine isolierte Fokussierung auf den Ausbau erneuerbarer Energien könne nicht die Lösung sein - vielmehr führe sie uns in eine Falle: „Wir verlieren aus dem Blick, worum es eigentlich geht: Darum dass Deutschland schnellstmöglich und ökonomisch sinnvoll nachhaltig CO2 reduziert. Dies müsse als Ziel Priorität haben und zunächst Technologie- und Energieträgeroffen diskutiert werden.

Denn Tatsache ist: Seit 2011 hat Deutschland kein CO2 eingespart. Zudem ist Deutschland der sechstgrößte Emittent von CO2 weltweit. Das weltweite CO2-Budget ist nach den Zielen der Klimakonferenz in Paris allerdings Mitte der 2030er Jahre schon erschöpft und es kann nicht erneuert werden. Möhring: „Daher muss jetzt umgedacht werden.“

Möhring bezog sich mit seiner Kritik auch auf den vorherigen Vortrag von Rainer Baake, Staatssekretär des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, der vor allem auf erneuerbare Energien setzt und eine Vollelektrifizierung der Volkswirtschaft anstrebt. „Dafür würden wir das fünffache an Strom benötigen – wie wollen wir das schaffen?“, so Möhring. Ohne die Integration konventioneller Energien sei das nicht möglich. Gerade Gaskraftwerke leisten derzeit einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Netzes, Gasspeicher für die Versorgungssicherheit – die Infrastruktur sei bereits vorhanden und Gas an sich ein flexibler Energieträger mit möglichen Power-to-x Optionen. Schon heute sei Sektorenkopplung im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung Realität, wo aus Gas Strom und Wärme erzeugt wird. „Doch was in den Mainstream der Elektrifizierungsstrategie nicht reinpasst, wird in der politischen Debatte derzeit totgeschwiegen“, kritisiert Möhring.

Das Führungstreffen ist die Auftaktveranstaltung für Europas Leitmesse der Energiewirtschaft E-World energy & water 2017 mit mehr als 20.000 Fachbesuchern. Es steht unter dem Motto „Perspektiven für die Energiewelt von morgen“. Die Talkgäste setzen sich mit politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Branche auseinander. Mehr als 700 Aussteller aus 25 Nationen sind auf der größten deutschen Energiefachmesse vertreten, die vom 7. bis zum 9. Februar in Essen stattfindet. Auch WINGAS ist in diesem Jahr wieder mit einem eigenen Messeauftritt vertreten.

Mehr Informationen unter www.wingas.com/presse/e-world-2017.html.

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