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10.02.2015

Mit Erdgas die Klimaschutzlücke schließen

WINGAS auf der E-world 2015 unter dem Motto „Klimaeffizienz mit Erdgas. Energieversorgung, die nicht die Welt kostet.“

Essen/Kassel. Weniger ist mehr: Bis zum Jahr 2020 sollen die Treibhausgasemissionen in Deutschland gegenüber 1990 um 40 Prozent verringert werden – so die zentrale Maßgabe der deutschen Politik im Hinblick auf Klimaschutz und Energiewende. „Prognosen zeigen allerdings, dass die derzeitigen politischen Maßnahmen nicht ausreichen werden, um dieses Ziel zu erreichen. Die Emissionen 2020 werden demnach wahrscheinlich im Vergleich zum Basisjahr kaum mehr als 33 Prozent geringer ausfallen, und diese Zahl vernebelt noch den Umstand, dass sich seit 2010 bei der CO2-Einsparung trotz aller Anstrengungen bei der Energiewende fast nichts getan hat“, erklärte Ludwig Möhring, Geschäftsführer der WINGAS GmbH, verantwortlich für den Vertrieb, zum Auftakt der europäischen Leitmesse der Energie- und Wasserwirtschaft „E-world energy and water 2015“ in Essen. Wenn die Politik das von ihr formulierte Klimaziel wirklich ernst nehme, müsse in den nächsten Jahren noch eine Lücke von etwa sieben Prozent geschlossen werden. „Die Erdgasbranche steht jederzeit bereit, der Politik bei ihren Klimaschutzzielen zu helfen und diese Lücke mit zu schließen“, signalisierte Möhring, der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Industrieinitiative „Zukunft Erdgas“ ist, auf der Energiemesse. WINGAS selbst ist einer der größten Erdgasversorger in Deutschland.

„Vor allem Erdgas bietet vielfältige Möglichkeiten, um die Klimaentlastung mit wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen voranzutreiben. Als umweltfreundlichster unter den traditionellen Energieträgern kann gerade Erdgas helfen, CO2-Emissionen effizient und kostengünstig einzusparen“, machte der WINGAS-Geschäftsführer die Vorteile des Energieträgers deutlich. Besonders den CO2-Vermeidungskosten werde in Zukunft wesentlich mehr Bedeutung zukommen, führte Möhring weiter aus: „Angesicht der jährlichen Milliardenkosten für die deutsche Energiewende werden künftige Klimaschutzmaßnahmen nur dann akzeptiert, wenn die weitere Senkung von Emissionen bezahlbar bleibt. Gefragt ist daher eine Energieversorgung, die sprichwörtlich nicht die Welt kostet – weder ökologisch noch ökonomisch.“

Umfangreiche CO2-Vermeidungspotenziale sieht die hiesige Erdgasbranche bei der Stromerzeugung und im Verkehrssektor, aber vor allem im Wärmemarkt. „Hier bieten Erdgasanwendungen besonders hohe Potenziale; entstehen bei der Wärmeerzeugung doch rund ein Drittel der bundesweiten Treibhausgasemissionen“, so der WINGAS-Vertriebschef. Ein zentraler Ansatz für effektiven Klimaschutz seien daher die 18 Millionen Bestandsbauten im Wohnungssektor. Möhring: „Die einfachste und wirtschaftlichste Lösung, um schnell CO2 einzusparen, ist häufig der Einbau einer neuen Erdgas-Brennwertheizung, die sich vielfach schon nach wenigen Jahren rechnet.“ Auch im Verkehrssektor zeigt Erdgas sein hohes CO2-Einsparpotenzial: Mit Erdgas-Fahrzeugen werden gegenüber einem vergleichbaren Benzinmotor durchschnittlich 24 Prozent Emissionen eingespart. „Vor allem im Schwerlastverkehr bietet Erdgas einfacher als jede technische Verbrauchsoptimierung die Möglichkeit, Emissionen schnell und deutlich zu reduzieren“, erklärte Möhring. „In China wurde das Potenzial längst erkannt, dort ist der Anteil von LNG am Schwerlastverkehr gerade in vergangenen Jahren deutlich gestiegen.“

Studie zur Energieerzeugung vorgestellt: Erdgas emittiert im Vergleich zur Kohle 50 Prozent weniger CO2 pro Kilowattstunde

Welche Vorteile der klimafreundliche Energieträger Erdgas bietet, zeigt sich auch im Strommarkt. Im Rahmen der Energiemesse präsentierte WINGAS die Studie „Treibhausgas-Emissionswerte für unterschiedliche fossile Energieträger und Kraftwerksszenarien in Deutschland“ des Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu). Für ihre Untersuchung betrachteten die Forscher aus Heidelberg die gesamte Wertschöpfungskette der Energieerzeugung einschließlich Gewinnung, Transport sowie Verbrennung der Roh­stoffe. Demnach emittiert Erdgas etwa 50 Prozent weniger CO2 pro Kilowattstunde (kWh) als Stein- und Braunkohle.

Insbesondere bei der Verbrennung im Kraftwerk liegt Erdgas weit vorn: Es emittiert lediglich 0,502 Kilogramm CO2 pro kWh Strom, für Stein­kohle liegt der Wert bei 0,987 Kilogramm und für Braunkohle bei 1,170 Kilogramm. Bei der Gewinnung, im Transport und für Hilfsstoffe fallen bei der Verwendung von Braunkohle pro Kilowattstunde zusätzliche 0,013 Kilogramm CO2 an, bei Erdgas sind es aufgrund der Transportwege 0,070 Kilogramm und bei Steinkohle 0,155 Kilogramm. „Entscheidend ist jedoch die Berücksichtigung aller Faktoren und dabei zeigt sich, dass die CO2-Emissionen für Erdgas mit 0,572 Kilogramm CO2 um die Hälfte niedriger liegen als bei Kohle, die auf mindestens 1,142 Kilogramm pro Kilowattstunde kommt“, erläutert Möhring. Auch wenn in der Stromproduktion für Erdgas aufgrund der derzeitigen Marktgegebenheiten und der Preisentwicklung momentan kaum etwas zu holen sei, sei die Branche von den mittel- und langfristigen Vorteilen des Energieträgers in der Verstromung über­zeugt.

„Die Studie hat eine besondere Relevanz durch das „Aktionsprogramm Klimaschutz“ der Bundesregierung erhalten, in dessen Zuge nun eine Debatte zur weiteren CO2-Reduzierung im Stromsektor angestoßen wurde“, so der WINGAS-Geschäftsführer. „22 Millionen Tonnen CO2 sollen zusätzlich pro Jahr eingespart werden – die nun erforderliche Diskussion, wie die notwendigen CO2-Einsparungen wirtschaftlich sinnvoll erreicht werden sollen, kann daher von den in der Studie ermittelten Fakten nicht unberührt bleiben.“ Eine nachhaltig konzipierte moderne Stromversorgung müsse daher auf das integrierte und CO2-arme Nebeneinander von Erdgas und erneuerbaren Energieträgern setzen. Möhring: „Dies gilt auch für die in 2015 anstehende Novelle des KWK-Gesetzes, die mit Blick auf eine versorgungssichere dezentrale Stromversorgung nicht nur große, sondern auch mittlere und kleine KWK weiterhin konsequent im Blick haben muss.“

WINGAS auf der E-world 2015: www.wingas.com

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