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17.11.2016

Möhring: „Gas ist gut fürs Klima, aber das politische Klima zurzeit schlecht für Gas.“

WINGAS präsentiert sich auf der European Autumn Gas Conference in Den Haag.

Den Haag/Kassel. Einblicke von einem Insider: Trotz des Pariser Klimaabkommens und der stärkeren Fokussierung auf erneuerbare Energien gibt es europaweit gravierende Unterschiede in den einzelnen Ländern, wie der Umbau der Energielandschaft klimafreundlich am besten umgesetzt werden kann.

Gespannt verfolgten daher die Teilnehmer der European Autumn Gas Conference (EAGC) in Den Haag den Vortrag von WINGAS-Geschäftsführer Ludwig Möhring zum Stand der Energiewende und die aktuelle Rolle von Erdgas in Deutschland: „Gas ist gut fürs Klima, aber das politische Klima zurzeit schlecht für Gas. Erdgas wird politisch motiviert an den Rand gedrängt – zu Unrecht!“, so Möhring. Die deutschen Klimaschutzziele für 2020 sind völlig unerreichbar, weil die Regierung einseitig auf den Ausbau der erneuerbaren Energien setzt, und dabei beispielsweise zulässt, dass im Windschatten der Erneuerbaren Energien die Kohleverstromung ausgeweitet wird.

Im Klimaschutzplan für 2050 erfolgt nun ein weiterer Schritt, der erstaunt: Ohne nähere Begründung setze die Bundesregierung auch auf die Elektrifizierung des Wärme- und Transportsektors, ohne dass dabei deutlich gemacht werde, wie das technisch und bezahlbar umgesetzt werden soll. Eine solche Politik verharre im Visionären, anstatt für machbare Lösungen zu sorgen. Die Rolle von Erdgas bei der Dekarbonisierung werde erheblich unterschätzt. Möhring: „Und die Möglichkeit, erneuerbare Energien in der angestrebten Art und Weise versorgungssicher zu skalieren, wird massiv überschätzt.“ 

„Die Erneuerbaren können den Energiebedarf allein auf absehbare Zeit nicht decken. Erst recht nicht, wenn auch der Wärme- und Transportsektor elektrifiziert werden soll. Ein Blick auf den heutigen Energiemarkt verdeutlicht das: trotz aller Milliardeninvestitionen in erneuerbare Energien, Wind und Sonne, liefern erst 12,5 Prozent des deutschen Primärenergiebedarfes – und damit nur 2,5 Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren“, erläuterte der WINGAS-Vertriebschef.

„Die zähen Diskussionen auch innerhalb der Regierung über den deutschen Klimaschutzplan 2050 zeigen deutlich, dass in der Öffentlichkeit und im politischen Raum dringend über das Thema Klimaschutz und eine richtig verstandene Energiewende gesprochen werden muss“, betonte der WINGAS-Vertriebschef und verwies auf die Erdgas-Reputationskampagne der deutschen Gasindustrie, die in den vergangenen Wochen im öffentlichen und politischen Raum große Aufmerksamkeit erzeugt hat. „Im richtigen Mix und mit hocheffizienten Technologien können konventionelle Energieträger vor allem kurzfristig große Mengen an CO2 einsparen.“ Hierbei müssen alle Vertreter der Gasindustrie ihren Beitrag leisten, von den Produzenten bis zu den Letztverteilern.

Vor zahlreichen Vertretern der europäischen Gasindustrie im Den Haager World Forum rief Möhring dazu auf, verstärkt die Vorteile des Energieträgers zu kommunizieren: „Effektiver Klimaschutz wird nur gelingen, wenn konventionelle Energien und erneuerbare Energien Hand in Hand gehen. Gerade um eine bezahlbare CO2-Reduzierung erreichen zu können, kommt man bei der Gestaltung eines optimierten Energie-Mixes nicht an Erdgas vorbei. Das müssen wir klarer aufzeigen.“

Ferner machte Möhring deutlich, dass der deutsche Sonderweg in Sachen Klimaschutz mittlerweile nicht ohne Grund von anderen Ländern angezweifelt wird: „Deutschland hat bei der CO2-Reduzierung in den vergangenen Jahren nichts erreicht und so seine selbsternannte Vorreiterrolle verloren.“ So hätten Großbritannien und die USA vor allem sehr pragmatisch gezeigt, wie man umfangreich CO2 sparen und die eigene Industrie stärken kann. „Dort wurde einfach Kohle durch Gas ersetzt“, so Möhring weiter.

Die EAGC ist eine der renommiertesten Veranstaltungen für Führungskräfte der europäischen Gasindustrie. Seit 1986 kommen bei diesem Forum die europäischen Branchenführer, Repräsentanten der wichtigen globalen Gasunternehmen, Regierungsvertreter, Verbände sowie Regulierungsbehörden zusammen.

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