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07.09.2017

Möhring: „Mehr Mut zur Vernunft“

Deutscher Energiekongress in München

München. Keine drei Wochen mehr bis zur nächsten Bundestagswahl: Beim 12. Deutsche Energiekongress in München ging es in diesem Jahr vor allem um die Erwartungen der Energiewirtschaft an die nächste Regierung, die in der kommenden Legislaturperiode mehr denn je gefordert sein wird, Reformen auf den Weg zu bringen, um die kurz-, mittel- und langfristigen Klimaschutzziele der Energiewende zu erreichen.

„Deutschland spart schon längst nicht mehr so viel CO2 ein, wie es das Land müsste. In den vergangenen Jahren ist der Ausbau von Wind- und Sonnenkraft zu einer Art Selbstzweck geworden, genauso wie der Ruf nach einer kompletten Elektrifizierung aller Verbrauchssektoren", erklärte Ludwig Möhring, Mitglied der WINGAS-Geschäftsführung, vor zahlreichen Vertretern von Wirtschaft, Politik und Medien. „Für wirklichen Klimaschutz brauchen wir in der Energiepolitik jedoch mehr Mut zur Vernunft. Das bedeutet: Es sind nicht allein Ausbauziele für erneuerbare Energien gefragt, sondern klare CO2-Reduzierungsziele. Das sollte als Ziel oberste Priorität haben – natürlich unter Sicherung von Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit.“

Für jeden Verbrauchssektor formulierte Möhring weiter eine Maßgabe: „Wenn wir schnell mit dem Klimaschutz im Stromsektor vorankommen wollen, brauchen wir einen Fahrplan für den Kohleausstieg, dessen Datum nicht 2040 lauten kann. Wir brauchen für den Wärmemarkt einen technologieoffenen Sanierungsfahrplan, der sich an den CO2-Vermeidungskosten ausrichtet, und keine Vorfestlegung auf eine Stromlösung.“ Und auch für den Transportsektor sieht der WINGAS-Geschäftsführer ein Heilmittel nicht allein in der Elektrifizierung. „Für den Straßenverkehr brauchen wir eine Lösung, die die Umwelt- und Klimaprobleme schnell löst. Das kann in der näheren Zukunft einfach nicht allein die Elektromobilität leisten. Gefragt werden auch weiterhin saubere Verbrennungsmotoren. Warum nicht mit sauberen Erdgas betrieben?“

Topthema der energiepolitischen Debatte

Einen Großteil seiner Rede verwendete Möhring auf die Sektorenkopplung – das derzeitige Topthema in der energiepolitischen Debatte: „Wer Sektorenkopplung als Elektrifizierung aller Verbrauchssektoren begreift, also eine Elektrifzierungsstrategie verfolgt, schätzt das Potential einer richtig verstandenen Sektorenkopplung nicht richtig ein.“ Eine Elektrifizierung aller Bereiche wie sie im Klimaschutzplan angelegt ist, würde eine Verfünffachung der existierenden Stromkapazitäten und der dazugehörigen Infrastruktur bedeuten.

„Wie aber diese notwendige Vervielfachung der erforderlichen Stromleistung erneuerbar bereitgestellt werden soll, wenn im Winter auch noch Wohnungen vollständig elektrisch und erneuerbar beheizt werden müssen, das bleibt im wahrsten Sinne des Wortes jedoch im Dunkeln.“ Möhring warb für eine Integration von Strom- und Gasinfrastruktur, um so eine kostenoptimierte und auch versorgungssichere Energieversorgung zu sichern: „Die Lösung für eine wirtschaftliche, umweltverträgliche Energieversorgung liegt im Miteinander von erneuerbaren und konventionellen Energiequellen.

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