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08.02.2010

Schnelles Surfen mit der OPAL

WINGAS verlegt parallel zur neuen Erdgasleitung im Osten Deutschlands Glasfaserkabel für Hochleistungsinternet

Kassel. Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland, vor allem in ländlichen Regionen, sind immer noch vom schnellen Internet abgeschnitten. Mit dem Bau der OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung) leistet die WINGAS-Gruppe einen Beitrag zum „Breitband-Programm“ der Bundesregierung, mit dem drei Viertel aller deutschen Haushalte bis 2014 mit einer schnellen Internetverbindung versorgt werden sollen. Entlang der von Lubmin durch Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen bis über die tschechische Grenze führenden rund 470 Kilometer langen Erdgastrasse OPAL werden jetzt direkt neben der Leitung auch neue Lichtwellenleiter-Kabel (LWL) verlegt. Damit kann sich insbesondere für viele kleinere Kommunen in den ostdeutschen Bundesländern erstmals die Möglichkeit bieten, sich an neue und schnelle Datenautobahnen anzuschließen.

„Über einen Teil der Glasfaserkabel wird die Pipeline und der Fluss des Erdgases gesteuert“, erklärt Dr. Gerhard König, Geschäftsführer der WINGAS. „Ein Großteil der uns zur Verfügung stehenden Kapazitäten können wir jedoch der Telekommunikationsbranche für deren DSL-Service anbieten und somit ländlichen Regionen einen schnelleren Anschluss an die weltweiten Datennetze ermöglichen.“ Lichtwellenleiter sind die Basis von Hochgeschwindigkeits-Glasfaserkabelnetzen, die für eine schnelle Datenübertragung genutzt werden. Die LWL-Infrastruktur des Unternehmens bietet zahlreiche Verbindungen zu lokalen, regionalen und internationalen Netzbetreibern.

Bereits das heute bestehende, über 2000 Kilometer lange Erdgasleitungssystem der WINGAS-Gruppe verfügt über eine umfassende Glasfaser-Infrastruktur, auf die Telekommunikationsunternehmen zurückgreifen. Unter Nutzung des Lichwellenleiternetzes der WINGAS können diese Unternehmen ihren Kunden auch leistungsfähige DSL-Anschlüsse anbieten – erste VDSL (Very High Speed-DSL)- Projekte, die eine Übertragungsrate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde ermöglichen, sind in der Planung. Künftig können auch die entlang der OPAL liegenden Regionen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen an das WINGAS-LWL-Netz angeschlossen werden. „Wir sind bereits mit einigen Gemeinden über einen Anschluss an unser Lichtwellenleiternetz im Gespräch“, erklärt der WINGAS-Geschäftsführer. „Insgesamt verfügen die neben den Gaspipelines verlegten Kabel über mehrere Bündel mit je 12 Glasfasern. Die freien Kapazitäten können wir entsprechend anbieten.“ Im Vergleich zur Daten-übertragung via Kupferkabel oder Funk verfügen Lichtwellenleiter, die aus feinstem Quarzglas bestehen, über eine extrem hohe Bandbreite – und das bei einem Faserdurchmesser von gerade einmal 0,125 Millimetern. Lichtwellenleiter können heutzutage Datenmengen von bis zu 10 Terabits pro Sekunde übertragen. Dies bedeutet, dass über ein Glasfaserpaar, das nicht dicker als ein Haar ist, weit mehr als zehn Millionen Telefongespräche gleichzeitig geführt werden können oder auch, dass die Datenmenge einer Tageszeitung, die 300 Jahre lang täglich erscheint, innerhalb von einer Sekunde verschickt werden kann.

Zusammen mit den deutschen Netzen der zwei europäischen Partnerunternehmen KPN (Niederlande) und TeliaSonera Carrier (Schweden) erreicht das von WINGAS in Deutschland vermarktete Lichtwellenleiternetz eine Streckenlänge von mehr als 10.000 Kilometern und schafft damit ein Rückgrat für die deutsche IT- und Telekommunikationsindustrie. Auf direktem Weg verbindet das Netz wichtige Standorte in den maßgeblichen Wirtschaftsräumen Deutschlands. Netzknotenpunkte (PoPs) sind unter anderem Hamburg, Berlin, Hannover, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart, München und Dresden. In den größten Städten ist WINGAS gleich mehrfach mit Lichtwellenleiterkapazitäten vertreten. Angebunden werden sie durch Netzzusammenschlüsse mit regionalen Telekommunikationsgesellschaften. Darüber hinaus bestehen Anbindungen an das internationale Lichtwellenleiternetz in weiteren europäischen Ländern.

Die WINGAS GmbH & Co. KG ist als europäisches Energieunternehmen im ErdgasHandel und -Vertrieb an Kunden in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, der Tschechischen Republik und Dänemark aktiv. Zu den Kunden gehören Stadtwerke, regionale Gasversorger, Industriebetriebe und Kraftwerke. In den Aufbau einer Erdgastransport- und Speicherinfrastruktur hat das Unternehmen seit 1990 mehr als 3 Milliarden Euro investiert. Das über 2.000 Kilometer lange Leitungsnetz der WINGAS TRANSPORT verbindet die großen Gasreserven Sibiriens und die Erdgasquellen in der Nordsee mit den wachsenden Absatzmärkten in Westeuropa. Im norddeutschen Rehden verfügt WINGAS über den größten Erdgasspeicher Westeuropas – mit einem Volumen von über vier Milliarden Kubikmetern Arbeitsgas – und ist am zweitgrößten Speicher Mitteleuropas in Haidach, Österreich, beteiligt. Zur sicheren Versorgung Europas mit Erdgas entstehen derzeit weitere Erdgasspeicher in Großbritannien und Deutschland.

Beim Aufbau ihres Pipelinenetzes setzte WINGAS von Beginn an auf den Einsatz der hochmodernen Glasfasertechnologie. Stand zunächst die Datenübertragung für die Steuerung und Überwachung des Pipelinenetzes im Focus, startete WINGAS 1996 mit dem Beginn der Liberalisierung des TK-Marktes als eines der ersten Unternehmen mit der Vermarktung von Glasfasernetzen. Heute zählen zahlreiche namhafte Unternehmen der Telekommunikations- und IT-Branche zu ihren Kunden. www.wingas.de

Die OPAL NEL TRANSPORT GmbH übernimmt für die Erdgasfernleitung OPAL die Aufgaben des Netzbetreibers. Sie ist Teil der WINGAS-Gruppe. Es ist vorgesehen, dass die OPAL mit dem Gasfernleitungsnetz der WINGAS TRANSPORT verbunden wird. www.opal-pipeline.de

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Königstor 20
34117 Kassel
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E-Mail: presse[at]wingas.de

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