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13.05.2015

Weiter Gas geben für Brennstoffzellentechnologie

Kassel. Das Potenzial der stationären Brennstoffzellen im Wärmemarkt ist groß. „Gerade im kleinen Leistungssegment hat die Vielfalt an Geräten in den vergangenen zwei Jahren immens zugenommen“, erläutert Detlef Mirsch, Leiter Technische Dienstleistung bei der WINGAS. Der Workshop „Gas geben für Brennstoffzellen“, zu dem WINGAS  Stadtwerkekunden nach Kassel eingeladen hatte, zeigte neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen für diese Mikro-KWK-Geräte auch den aktuellen Stand sowie die technischen Entwicklungen der Brennstoffzellen sowie ihren praxisgerechten Einsatz in ausgewählten Leuchtturmprojekten. 

So berichtete Dr. Rolf Albus, Gas- und Wärmeinstitut Essen, von seinen Erfahrungen mit dem Bottroper Musterprojekt „Innovation City“, das seit rund eineinhalb Jahren läuft. Hier wurden in einem ganzen Stadtviertel 100 KWK-Seriengeräte in Ein- und Zweifamilienhäusern installiert, darunter zwölf Brennstoffzellen. „Die Akzeptanz der Endkunden für die innovative und umweltfreundliche Technologie ist groß. Zudem überzeugen die Geräte mit hoher Verfügbarkeit und hohen CO2-Einsparungen“, unterstreicht Albus.

Bewertungsschwierigkeiten durch EnEV
Probleme in den rechtlichen Rahmenbedingungen skizzierte Professor Bert Oschatz vom Institut für technische Gebäudeausrüstung. Er betonte in seinem Vortrag, dass Brennstoffzellen mit der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) derzeit nur auf Umwegen und somit unter größeren Schwierigkeiten adäquat bewertet werden könnten. Dies erschwere den Markteintritt der Technik speziell im Neubausegment, so der Experte. Oschatz zeigte zwar eine Zwischenlösung auf, sieht aber dringenden Handlungsbedarf für die kommende EnEV.

Im Rahmen des Workshops kamen auch verschiedene Brennstoffzellenhersteller zu Wort, die teilweise bereits marktreife Geräte anbieten. Mit Vaillant, Ceramic Fuel Cells, SenerTec, Elcore, Viessmann und Buderus präsentierten prominente Vertreter der Branche ihre Produkte für den kleinen Leistungsbereich bis etwa 1,5 kWel. Die Firma Fuel Cell Energy solutions stellte zudem Lösungen im deutlich größeren Leistungssegment vor und rundete damit den Markt für diese Technologie ab.  

Höhere Stückzahlen für Kostensenkung nötig
Einig waren sich die Veranstaltungsteilnehmer, dass die Kosten für eine Brennstoffzelle aktuell das größte Hemmnis für eine breite Marktdurchdringung darstellen. Eine entsprechende Preisreduktion werde vor allem durch höhere Stückzahlen erreicht. Mirsch: „Hier könnten vor allem Stadtwerke eine wichtige Multiplikatorfunktion übernehmen, um die Etablierung dieser hocheffizienten Erdgastechnologie weiter voranzutreiben“.

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Königstor 20
34117 Kassel
Tel.: +49 (0) 561 99858-0 
E-Mail: presse[at]wingas.de

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