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26.04.2016

„Wer Klimaschutz ernst nimmt, kommt an Erdgas nicht vorbei“

Stuttgart. Trotz aller Klimafreundlichkeit: Der Energieträger Erdgas hat es momentan schwer, seine Rolle im Wettbewerb, besonders im Strommarkt, gegen die von der Politik bevorzugt behandelten erneuerbaren Energien sowie gegen billige Importkohle zu verteidigen. Dabei gilt Erdgas als die ideale und effiziente Ergänzung zur Energieerzeugung aus regenerativen Quellen.

Was ist aus dem Goldenen Zeitalter für Gas geworden, das die Internationale Energieagentur vor einigen Jahren prophezeit hat? Welche Rolle wird das Gas mittelfristig im Energie-Mix einnehmen? Und woher sollen die Gaskraftwerke kommen, die einspringen sollen, wenn die volatilen Erneuerbaren nicht zur Verfügung stehen? Antworten auf diese Fragen gaben jetzt die Teilnehmer einer Energiediskussion in Stuttgart.

Auf Einladung der Stiftung Energie & Klimaschutz diskutierten die derzeitige Lage des Energieträgers Erdgas Dr. Felix Christian Matthes, Experte für Energie- und Klimapolitik des Öko-Institutes, WINGAS-Vertriebsgeschäftsführer Ludwig Möhring sowie Ulf Heitmüller, Leiter Handel EnBW Energie Baden-Württemberg AG und Aufsichtsratsvorsitzender des Leipziger Erdgasversorgers VNG. Moderiert wurde die Diskussion von Prof. Marc Oliver Bettzüge, Direktor des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI).

„So wichtig der Ausbau der Erneuerbaren Energien auch ist: Wir brauchen nicht einfach mehr grüne Energie, wir brauchen endlich das klare Bekenntnis der Politik zum Klimaschutz in der Energiewende“, startete WINGAS-Vertriebsgeschäftsführer Ludwig Möhring die Diskussion. „Will Deutschland die selbsternannte Rolle als der Klimaschützer der Welt weiter ausfüllen, muss sich die Politik hierzulande endlich um einen verstärkten Abbau von CO2-Emissionen kümmern.“

„So werden wir die deutschen Klimaschutzziele für 2020, 40 Prozent CO2 einzusparen, deutlich verfehlen“, bestätigte dann auch Dr. Felix Christian Matthes. Der Klima- und Energieexperte vom Freiburger Ökoinstitut setzt auf eine Reform des europäischen Emissionshandels: „Die derzeitigen Preise für CO2-Zertifikate bieten keinen Anreiz zur Emissionsreduktion.“

Möhring machte dann auch deutlich, was stärkere CO2-Einsparung für die deutsche Energiewende bedeutet: „Wir müssen uns in Deutschland ernsthaft mit dem Kohleausstieg beschäftigen, wenn im Strommarkt Fortschritte gemacht werden sollen, während im Wärmemarkt technologieoffen nach Lösungen für eine kostenoptimierte CO2-Vermeidung zu suchen ist. Effektiver Klimaschutz werde nur gelingen, wenn konventionelle und Erneuerbare zusammengebracht werden, zeichnete Möhring einen CO2-Vermeidungspfad auf.

„Erdgas wird unter den konventionellen Energieträgern künftig die erste Wahl sein“, zeigte sich Ulf Heitmüller, verantwortlich für den Bereich Gashandel bei EnBW, für den Energieträger zuversichtlich. „Erdgas ist zuverlässig vorhanden und verursacht die wenigsten CO2-Emissionen. Das sind klare Vorteile, die nicht ignoriert werden können.“  Das wurde von Ludwig Möhring unterstrichen: „Wer Klimaschutz ernst nimmt, kommt an Erdgas nicht vorbei.“

Einen Videobeitrag zum Debatten-Abend sehen Sie hier.

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E-Mail: presse[at]wingas.de

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