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18.02.2010

WINGAS startet Tiefbohrungen für Erdgaskavernen

Speicherkapazität von rund 1,2 Milliarden Kubikmeter geplant / Unternehmen investiert mehrere hundert Millionen Euro

Jemgum. Ein Erdgasspeicher wird Realität: Das Energieunternehmen WINGAS hat die Bohrarbeiten für die Erdgaskavernen im Jemgumer Salzstock begonnen und damit die Hauptphase der Realisierung des unterirdischen Speichers an der deutsch-niederländischen Grenze gestartet. „Um die Hohlräume für die spätere Erdgaslagerung im Salzstock errichten zu können, muss bis in eine Tiefe von 1.600 Metern gebohrt werden“, erklärt Arkadius J. Binia, der für WINGAS das Speicherprojekt verantwortet. Die Bohrarbeiten werden bis ins Jahr 2012 andauern. „Insgesamt haben wir bis zu 18 Kavernen geplant – und für jede Kaverne müssen wir eine Bohrung vornehmen.“ Pro Bohrung sind bis zu zwei Monate angesetzt. WINGAS hat für den Erdgasspeicher Jemgum eine Arbeitsgaskapazität von rund 1,2 Milliarden Kubikmeter Erdgas vorgesehen. Mehrere hundert Millionen Euro sollen in den Aufbau des Speichers investiert werden. Die Inbetriebnahme der ersten Kavernen ist für 2013 vorgesehen.

Die Bohrungen werden von verschieden Stellen des Speichergeländes aus durchgeführt. „Nur so können wir die geologische Struktur in der Tiefe optimal erreichen“, erläutert der WINGAS-Projektleiter. Denn die späteren Kavernen werden bis zu 400 Meter hoch sein und einen Durchmesser von bis zu 80 Metern aufweisen. Der Salzstock Jemgum bietet für die Erdgasspeicherung perfekte Bedingungen: „Die unterirdischen Salzstöcke der Region machen dank ihrer geologischen Eigenschaften und einer Mächtigkeit von mehr als vier Kilometern die Erdgasspeicherung überaus sicher“, berichtet Binia: „Zudem ist kaum ein anderer Salzstock in Nordwesteuropa so intensiv erkundet und überprüft worden. Die seit Jahrzehnten in dem Salzstock betriebenen Gaskavernen belegen diese Eignung.“

Darüber hinaus liegt Jemgum strategisch günstig im deutschen und europäischen Erdgasnetz. Die unmittelbare Nähe zu den Verbindungsleitungen zu den großen Erdgasvorkommen in der Nordsee und in Russland bildet einen weiteren Standortvorteil. Nach der Bohrung folgt der so genannte Solprozess: Dafür wird Wasser aus der Ems entnommen und in den Salzstock gepumpt, das Salz löst sich und der Hohlraum entsteht. Die in Jemgum erzeugte gesättigte Salzlösung, auch Sole genannt, wird über eine mehr als 40 Kilometer lange Leitung direkt in die Nordsee geleitet. Beim Bau des Erdgasspeichers im Jemgum kooperiert WINGAS mit dem Energieunternehmen EWE AG aus Oldenburg. In den nächsten Jahren sollen insgesamt bis zu 33 Kavernen im Salzstock Jemgum errichtet werden. Die Speicher der Unternehmen werden zusammen entwickelt, nach ihrer Fertigstellung jedoch unabhängig voneinander betrieben.

Die WINGAS GmbH & Co. KG ist als europäisches Energieunternehmen im Erdgas-Handel und -Vertrieb an Kunden in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, der Tschechischen Republik und Dänemark aktiv. Zu den Kunden gehören Stadtwerke, regionale Gasversorger, Industriebetriebe und Kraftwerke. In den Aufbau einer Erdgastransport- und Speicherinfrastruktur hat das Unternehmen seit 1990 mehr als 3 Milliarden Euro investiert. Das über 2.000 Kilometer lange Leitungsnetz der WINGAS TRANSPORT verbindet die großen Gasreserven Sibiriens und die Erdgasquellen in der Nordsee mit den wachsenden Absatzmärkten in Westeuropa. Im norddeutschen Rehden verfügt WINGAS über den größten Erdgasspeicher Westeuropas – mit einem Volumen von über vier Milliarden Kubikmetern Arbeitsgas – und ist am zweitgrößten Speicher Mitteleuropas in Haidach, Österreich, beteiligt. Zur sicheren Versorgung Europas mit Erdgas entstehen derzeit weitere Erdgasspeicher in Großbritannien und Deutschland.

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34117 Kassel
Tel.: +49 (0) 561 99858-0 
E-Mail: presse[at]wingas.de

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