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04.10.2016

„Wir müssen jetzt anfangen, CO2 einzusparen“

Sofortige Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen – so lautete die einstimmige Forderung der Energie- und Klimaexperten bei der hochkarätig besetzen Zeit-Konferenz zum Thema „Energie und Klimaschutz“ vergangene Woche in Berlin. Als Vertreter von WINGAS nahm Ludwig Möhring an der Veranstaltung teil.

Berlin/Kassel. Gemeinsam mit Robert Habeck, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig-Holstein, Fritz Brickwedde, Präsident des Bundesverbands Erneuerbare Energie und Prof. Armin Schnettler, Leiter der Abteilung Research Energy and Electronics der Siemens AG, diskutierte Möhring den aktuellen Stand der Energiewende.

Möhring kritisierte dabei den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung: „Viele Maßnahmen sind auf die Jahre 2030, 2040 oder 2050 bezogen. Es wird leider überhaupt nicht thematisiert, dass wir jetzt anfangen müssen, CO2 einzusparen. Denn das CO2-Budget, das wir in diesem Jahrhundert noch verbrauchen dürfen, um das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen, wird beim aktuellem Treibhausgasausstoß in gut 20 Jahren aufgebraucht sein."

Auch Robert Habeck mahnte, schnell mit der Umsetzung von entsprechenden Einsparmaßnahmen zu beginnen. Man dürfe bei den Maßnahmen gegen den Klimawandel nicht nur auf 2050 schauen, sondern sollte vielmehr das nächste und übernächste Jahr im Blick haben. Alle Karten lägen auf dem Tisch, sie werden aber nicht ausgespielt, so Habeck. 

Fritz Brickwedde sprach sich ebenso wie Prof. Schnetter dafür aus, die Speichertechnologie weiter auszubauen, um Wind- und Sonnenenergie wetterunabhängiger nutzen zu können. Je größer der Anteil der erneuerbaren Energien werde, desto dringender benötige man zur Ergänzung der volatilen Sonnen- und Windenergie eine optimierte Batterietechnik und regelbare Bioenergie. Um die Schwankungen der erneuerbaren Energien auszugleichen, seien zum jetzigen Zeitpunkt  Erdgaskraftwerke hierfür der ideale Partner, so Brickwedde.

Eine Einschätzung, die auch Ludwig Möhring teilt: „Die Erneuerbaren können den Energiebedarf alleine auf absehbare Zeit nicht decken; erst recht nicht, wenn, wie im Klimaschutzplan 2050 vorgesehen, auch der Wärme- und Transportsektor elektrifiziert werden. Ein Blick auf den heutigen Energiemarkt verdeutlicht das: trotz aller Milliardeninvestitionen liefern erneuerbare Energien wie Wind und Sonne erst 12,5 Prozent des deutschen Primärenergiebedarfes. Fossile Energien werden deshalb auch in Zukunft eine große Rolle im Strombereich spielen müssen, um eine sichere und vor allem bezahlbare Energieversorgung zu ermöglichen. Zudem können sie im richtigen Mix und mit hocheffizienten Technologien kurzfristig auch große Mengen an CO2 einsparen."

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E-Mail: presse[at]wingas.de

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