Wertvoller Rohstoff Erdgas.

Zukunftsmotor CH4

Nicht mehr wegzudenken Erdgas wird im deutschen und europäischen Energiemix immer wichtiger

Erdgas ist heute eine tragende Säule unserer Energieversorgung: Im Jahr 2011 lieferte es rund 24 Prozent der weltweit verbrauchten Primärenergie – das ist zwar etwas weniger als Mineralöl (33 Prozent) und Kohle (30 Prozent), aber deutlich mehr als Kernkraft und erneuerbare Energien, die zusammen nur knapp 13 Prozent zur Energieversorgung beitragen. Im deutschen Energiemix sieht es ganz ähnlich aus. Auch hier liefert Erdgas gemeinsam mit den anderen fossilen Energieträgern Öl und Kohle den Großteil der Energie.

Kaum zu glauben, dass der heute so begehrte Energieträger vor hundert Jahren noch als Abfallprodukt der Ölproduktion betrachtet und meist einfach direkt an der Förderstätte abgefackelt wurde.

Erdgas als Garant für Wärme und Strom

Inzwischen ist Erdgas aus unserer Energieversorgung nicht mehr wegzudenken. Alleine die deutschen Haushalte verbrauchten 2011 rund 29 Prozent des umweltfreundlichen Energieträgers, gefolgt von der Industrie (25 Prozent) und der Stromwirtschaft (23 Prozent). In Zukunft wird sich diese Verteilung wohl deutlich verschieben: Bis 2040 werden, so sagen es Experten, mehr als 40 Prozent des Erdgases für die Stromproduktion genutzt. Im Gegensatz dazu könnte der Anteil der Haushalte am Erdgasverbrauch in Zukunft sinken – aufgrund moderner, hocheffizienter Heizungsanlagen und besser gedämmter Wohnungen.

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Erdgas als unverzichtbarer Partner der Energiewende

Noch ist der Anteil der erneuerbaren Energien an der Energieerzeugung recht gering, aber es ist politischer Konsens, dass ihr Anteil in Zukunft steigen soll. Und ebenso ist Konsens: dafür brauchen die Erneuerbaren einen verlässlichen Partner. Denn Sonne, Wind und Wasser schwanken in ihrer Energieerzeugung. Und oft schwanken sie am Bedarf vorbei.

Damit es auf dem Weg ins Grüne nicht zu Blackouts kommt, brauchen die Erneuerbaren eine Ergänzung, die diese Schwankungen flexibel und dezentral ausgleicht. Dieser Partner kann und soll Erdgas sein. Denn unter allen fossilen Energieträgern hat Erdgas die beste Klimabilanz. So wird bei der Verbrennung 25% weniger CO2 freigesetzt als bei Öl, 30% weniger als bei Steinkohle und 35% weniger als bei Braunkohle. Moderne Gaskraftwerke weisen höchste Energieeffizienzwerte auf, insbesondere in der Kraft-Wärme-Kopplung.

Zudem sind Gaskraftwerke dezentral und flexibel steuerbar. Das heißt, Energie aus Gaskraftwerken lässt sich präzise zur Verfügung stellen, wenn sie benötigt wird, und zurückfahren, sobald genug Strom aus Sonne und Wind bereitsteht. Dies macht auch modernste Gas-Kleinkraftwerke, für Kommunen und Privathaushalte, so attraktiv. Kurzum: Gas ist das ideale Backup-System „auf dem Weg ins Grüne“.

Wachsende Bedeutung für Erdgas weltweit

Alle Prognosen sagen Erdgas eine wachsende Bedeutung als Energieträger voraus. Allein bis 2030 soll der Verbrauch weltweit um zwei Prozent pro Jahr zulegen – deutlich schneller als beim Öl (0,8 Prozent) und bei der Kohle (1,2 Prozent). Die Internationale Energieagentur spricht bereits von einem „Goldenen Zeitalter für Erdgas“. Denn Erdgas ist noch auf lange Zeit zu bezahlbaren Preisen verfügbar. Die bekannten Reserven reichen für rund 230 Jahre, während Erdöl bereits in 40 Jahren knapp werden könnte. Erdgas wird darum für die Wärmeerzeugung, die Stromproduktion und im Verkehr eine immer wichtigere Rolle spielen. Weltweit. Und ebenso in Deutschland und Europa.

Importe und Eigenproduktion

Die größten weltweiten Erdgasproduzenten sind heute die USA (651 Milliarden Kubikmeter im Jahr 2011), Russland (607), Kanada (161), Iran (152), Katar (147) und China (103). Im Vergleich dazu ist die Erdgasförderung in Deutschland recht bescheiden: Sie lag 2011 bei zehn Milliarden Kubikmetern und trug damit rund elf Prozent zum heimischen Verbrauch bei.

Auch wenn die heimische Produktion die Versorgungssicherheit in Deutschland erhöht: Der Großteil des Erdgases wird auch in Zukunft importiert werden und durch Pipelines zu uns strömen – heute stammt es vor allem aus Russland, Norwegen und den Niederlanden. Sie lieferten 2011 alleine 83 Milliarden Kubikmeter nach Deutschland. Für andere europäische Länder wie Spanien, Großbritannien und Frankreich spielt auch Flüssiggas aus Tankschiffen eine wichtige Rolle. 2011 importierten sie auf diesem Weg rund 64 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Aber ob nun Pipelines oder Tanker: Die Europäer brauchen verlässliche Partnerschaften mit den großen weltweiten Gasexporteuren, damit die Energieversorgung sicher ist.

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