Wertvoller Rohstoff Erdgas.

Zukunftsmotor CH4

Mit Erdgas unterwegs Die klimafreundliche Alternative zu Benzin, Diesel und Elektromobilität

Erdgasfahrzeuge sind bequem und helfen effizient, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Die Bundesregierung hat das Ziel gesetzt, bis 2020 in Deutschland 40 Prozent CO2 einzusparen. Mobilität ist in Deutschland für rund 20 Prozent an CO2-Emmissionen verantwortlich. Eine Einsparung in diesem Bereich bietet daher besonders großes Potential.

Eine Studie des Fachinstituts EWI zeigt: Wenn bis 2030 ein Fünftel der deutschen Fahrzeugflotte von ölbasierten Kraftstoffen auf Erdgas umgestellt würde, ließen sich jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent vermeiden. Das entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß von 2,5 Millionen Zwei-Personen-Haushalten. Denn die CO2-Emissionen von Erdgasfahrzeugen liegen bis zu einem Viertel unter denen benzinbetriebener Gefährte.

Noch klimafreundlicher werden gasbetriebene Fahrzeuge, wenn dem fossilen Energieträger Erdgas das regenerativ erzeugte Biogas beigemischt wird – bei reinem Biogas-Betrieb nimmt der Ausstoß von Kohlendioxid sogar um 97 Prozent ab. Darüber hinaus sinken durch den Erdgasantrieb auch die Stickoxid- und Feinstaubemissionen spürbar. Deshalb erfüllen Erdgasfahrzeuge schon lange die strenge Abgasnorm Euro 6, die seit 2014 für alle verbindlich ist. Erdgasfahrzeuge dürfen daher in allen Umweltzonen fahren.

Ihr Ansprechpartner

Knut Langer
Königstor 20
34117 Kassel
Tel.: +49 (0) 561 99858-2077
E-Mail: knut.langer[at]wingas.de

Erprobte Technik

Technisch gibt es kaum einen Unterschied zwischen einem Benzin- und einem Erdgasmotor – bei Erdgasfahrzeugen sorgt statt eines Benzin-Luft-Gemischs ein Gas-Luft-Gemisch für den Antrieb. Das Erdgas lagert in einem Drucktank, dessen Inhalt je nach Fahrzeugmodell für eine Strecke von 200 bis 400 Kilometern ausreicht. Die meisten Erdgasautos haben noch einen weiteren Tank für Benzin, der ihre Reichweite erhöht.

Auch im Vergleich zur Elektromobilität kann Erdgastechnologie entscheidend punkten. Denn anders als bei Elektrofahrzeugen, ist die Erdgasmobilität bereits gut erprobt und bestens verfügbar. Außerdem erreichen Erdgasfahrzeuge eine deutlich höhere Reichweite und sind damit auch auf Langstrecken einsetzbar.

WINGAS geht hier mit gutem Beispiel voran! Denn für umweltfreundliche Dienstreisen nutzen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kassel vorrangig Erdgasfahrzeuge. 

Ein erdgas- und ein benzinbetriebener Pkw im Vergleich.

Zwei Pkw des gleichen Modells – einmal mit Erdgas-, einmal mit Benzinantrieb – im Fahrtest. In Puncto Kraftstoffverbrauch liegt das Erdgasauto ganz klar vorn, und das bei gleichem Fahrkomfort.

Erdgasfahrzeuge werden populärer

Gas hat als Treibstoff für Fahrzeuge eine lange Tradition: Das erste mit Wasserstoff betriebene Auto fuhr 1863 – noch vor den ersten Benzin- und Dieselfahrzeugen. Und bis in die 1950er-Jahre waren weltweit viele gasbetriebene Autos unterwegs. Danach konzentrierten sich die Hersteller zunächst auf Benzin- und Dieselfahrzeuge und die Bedeutung des Erdgasantriebes nahm zunächst ab.

Seit Mitte der 1990er-Jahre haben immer mehr Autohersteller Serienfahrzeuge mit Erdgasantrieb angeboten – von Kleinwagen über Familienautos und Kleinbusse bis hin zu Limousinen. Viele Flottenbetreiber und Taxiunternehmen setzen inzwischen auf diese Alternative, und neben PKW sind auch immer mehr Busse mit Erdgasantrieb unterwegs.

Das Kraftfahrtbundesamt zählte zwischen 2007 und Anfang 2013 einen Anstieg bei Erdgasautos um 78 Prozent, inzwischen sind auf Deutschlands Straßen über 100.000 Pkw und rund 1.500 Erdgasbusse unterwegs.

Wachsendes Netz von Erdgastankstellen

Deutschland verfügt über ein ständig wachsendes Netz von Erdgastankstellen: Bereits mehr als 900 Stationen bieten CNG oder sogar das besonders umweltfreundliche Biomethan landesweit an. Und auch im europäischen Ausland, beispielweise in Italien, Tschechien und der Schweiz sind Erdgastankstellen weit verbreitet.

Hilft bei der Suche.
Der Tankstellenfinder von erdgas info.

Erdgas oder Autogas

Autogas ist ein variables Gasgemisch aus Butan und Propan, Hauptbestandteil von Erdgas ist Methan. Bei der CO2-Bilanz hat Erdgas daher gegenüber Autogas die Nase vorn. Experten gehen davon aus, dass Autogas 10 bis 15 Prozent weniger CO2 verursacht als Benzin, Erdgas dagegen rund 25 Prozent weniger. Darüber hinaus bietet Erdgas die Möglichkeit der Beimischung von nahezu CO2-neutralem Bio-Erdgas. Für Autogas gibt es bisher keine Möglichkeit einen regenerativ erzeugten Energieträger beizumischen.

Sparen – ohne Abstriche bei Komfort und Sicherheit

Die Umweltfreundlichkeit von Erdgasfahrzeugen wird vom Gesetzgeber besonders gefördert: mindestens bis 2018 bleibt der Mineralölsteuersatz deutlich reduziert und spart beim Tanken viel Geld – rund 30 Prozent im Vergleich zu Diesel und sogar 50 Prozent gegenüber Benzin.

Hinzu kommt eine günstige Einstufung bei der Kfz-Steuer. Diese bemisst sich unter anderem am Ausstoß von CO2 pro Kilometer. Wegen ihrer geringen Kohlendioxid-Emissionen können Erdgasfahrzeuge hier daher deutlich punkten.

Erdgasfahrzeuge sind außerdem sicher. Die Tanks sind so konstruiert, dass sie selbst schwere Kollisionen unbeschadet überstehen. Und für die Sicherheit beim Betanken sorgt auch die CNG-Tankkupplung, die das Gas nur bei korrekter Verbindung zum Fahrzeug strömen lässt und den Tankvorgang automatisch beendet, sobald der Tank voll ist.

Erdgasfahrzeuge sind aus der Serienproduktion heute noch etwas teurer als ihre Pendants mit Benzinantrieb – je nach Modell muss man mit zusätzlichen Kosten von rund 2.000 Euro rechnen. Aber auch hier gibt es Unterstützung: So fördern etwa einige Stadtwerke und regionale Gasversorger den Kauf von Erdgasfahrzeugen mit Prämien oder Tankgutscheinen.

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Knut Langer
Königstor 20
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